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Oberster Gerichtshof wird beschuldigt, ein politisches Interesse am Erfolg der Republikaner bei den Zwischenwahlen zu haben

Oberster Gerichtshof wird beschuldigt, ein politisches Interesse am Erfolg der Republikaner bei den Zwischenwahlen zu haben
Melnikov Dmitriy / Shutterstock.com

Eine Rechtsexpertin hat dem Obersten Gerichtshof der USA vorgeworfen, ein „eigenes Interesse“ daran zu haben, den Republikanern vor den Zwischenwahlen dabei zu helfen, die Kontrolle über den Kongress zu behalten.

Eine Rechtsexpertin hat argumentiert, dass der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein eigenes Interesse daran haben könnte, den Republikanern dabei zu helfen, die Kontrolle über den Kongress zu behalten. Ihrer Ansicht nach könnten künftige Untersuchungen des Gerichts vom Ausgang der nächsten Zwischenwahlen abhängen.

Die Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Gericht auf die Behandlung eines weiteren wahlbezogenen Falls vorbereitet, der erhebliche Auswirkungen auf Wahlverfahren in den gesamten Vereinigten Staaten haben könnte.

Bedenken geäußert

Laut Raw Story erklärte Lisa Graves, Geschäftsführerin von True North Research und Co-Moderatorin des Podcasts Legal AF, dass der Oberste Gerichtshof zunehmend in wahlbezogene Streitigkeiten eingreife.

Sie verwies auf die Entscheidung des Gerichts in Louisiana v. Callais, die Louisiana erlaubte, seine Kongresswahlkreise neu zuzuschneiden, und argumentierte, dies signalisiere die Bereitschaft des Gerichts, sich während eines laufenden Wahlzyklus in Wahlangelegenheiten einzumischen.

Graves behauptete, die Entscheidung weiche von der früheren Zurückhaltung des Gerichts ab, während laufender Wahlen einzugreifen.

Bevorstehender Fall

Laut Raw Story erklärte Graves, die Bedeutung sei besonders groß, da das Gericht voraussichtlich über einen Fall aus Mississippi entscheiden werde, der Briefwahlstimmen betrifft.

Der Fall könnte darüber entscheiden, wie lange Bundesstaaten Stimmzettel zählen dürfen, die nach dem Wahltag eingehen.

„Alle Regeln sind außer Kraft gesetzt, weil wir wissen, dass das Roberts-Gericht aktiv und aggressiv in unsere Wahlen eingegriffen hat, während diese noch liefen“, sagte Graves.

Sie argumentierte außerdem, dass der Vorsitzende Richter John Roberts und Richter Samuel Alito seit Langem bestimmte Schutzmaßnahmen für das Wahlrecht ablehnten.

Vorwürfe des Eigeninteresses

Graves deutete zudem an, dass das Gericht einen praktischen Grund habe, einen republikanisch kontrollierten Kongress zu bevorzugen.

Laut Raw Story argumentierte sie, dass eine demokratische Mehrheit eher bereit wäre, Untersuchungen zu ethischen Kontroversen rund um Mitglieder des Obersten Gerichtshofs einzuleiten.

„Wenn der Kongress von den Demokraten kontrolliert würde, gäbe es wahrscheinlich eine umfassende Untersuchung dieses Roberts-Gerichts“, sagte Graves.

Sie bezeichnete diese Möglichkeit als ein „Eigeninteresse“, das beeinflussen könne, wie manche Beobachter die Entscheidungen des Gerichts interpretieren.

Ethikfragen

Die Analystin verwies auf die anhaltende öffentliche Diskussion um die Richter Clarence Thomas und Samuel Alito.

Laut Raw Story haben Kritiker Fragen zu den Finanzoffenlegungen von Thomas und zu einem Darlehen im Zusammenhang mit einem Wohnmobil aufgeworfen, während Alito wegen Luxusreisen, die Berichten zufolge von wohlhabenden Gönnern finanziert wurden, unter Beobachtung geraten ist.

„Es gibt viele Untersuchungen, die durchgeführt werden müssen“, sagte Graves.

Quellen: Raw Story, Legal AF Podcast, True North Research