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Piloten machten Fotos: Kollision zweier Kampfjets in der Luft

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Eine Kollision zweier Militärflugzeuge in der Luft wird mit einer unerwarteten Ursache in Verbindung gebracht.

Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Vorfall darauf zurückzuführen sei, dass Piloten während des Fluges versuchten, Fotos und Videos aufzunehmen, berichtet die BBC.

Vorfall aufgedeckt

Zwei südkoreanische Kampfjets kollidierten während einer Mission, nachdem die Piloten durch Filmaufnahmen abgelenkt worden waren.

Laut der BBC habe sich das Ereignis im Jahr 2021 nahe der Stadt Daegu während eines routinemäßigen Flugbetriebs ereignet.

Beide Piloten überlebten unverletzt, doch die Flugzeuge erlitten Schäden, die erhebliche Reparaturen erforderlich machten.

Die Gesamtkosten wurden auf 880 Millionen Won geschätzt.

Filmen im Flug

Die Ermittler stellten fest, dass ein Pilot während des Rückflugs zur Basis begann, Fotos mit einem privaten Mobiltelefon aufzunehmen.

Laut der BBC habe der Pilot beabsichtigt, seinen letzten Flug mit seiner Einheit zu dokumentieren.

Das Fotografieren während wichtiger Missionen sei zu dieser Zeit eine gängige Praxis gewesen.

Die Besatzung des führenden Flugzeugs habe sich ebenfalls beteiligt, indem sie Videos des zweiten Jets aufnahm.

Gefährliches Manöver

Die Situation eskalierte, als der Flügelmann-Pilot seinen Flugweg änderte, um den Kamerawinkel zu verbessern.

Laut der BBC sei er plötzlich gestiegen und habe das Flugzeug gedreht, wodurch die Jets gefährlich nahe aneinandergerieten.

Der führende Pilot versuchte, eine Kollision durch schnelles Absinken zu vermeiden.

Trotz der Bemühungen kollidierten die beiden F-15K-Jets und beschädigten wichtige Teile beider Flugzeuge.

Geteilte Verantwortung

Nach dem Vorfall wurde der Flügelmann-Pilot suspendiert und verließ später das Militär.

Laut der BBC sei ihm zunächst auferlegt worden, die gesamten Reparaturkosten zu tragen, doch er habe die Entscheidung angefochten.

Der Revisionsausschuss entschied, dass er nur einen Teil zahlen solle, unter Verweis auf die geteilte Verantwortung.

Es hieß, die Luftwaffe habe es versäumt, die Nutzung privater Geräte während des Fluges ordnungsgemäß zu regeln.

Umfassendere Lehren

Die Untersuchung beleuchtete umfassendere Probleme im Zusammenhang mit Sicherheitsprotokollen und Aufsicht.

Laut der BBC seien auch die frühere Akte des Piloten und seine Handlungen nach der Kollision in die endgültige Entscheidung eingeflossen.

Der Bericht bestätigte nicht, ob andere Besatzungsmitglieder Konsequenzen zu tragen hatten.

Die Ergebnisse haben Fragen bezüglich Disziplin und Verfahren innerhalb der Militärluftfahrt aufgeworfen.

Quellen: BBC