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Russische Regionen setzen Lehrer und Freiwillige an Tankstellen ein, da sich die Kraftstoffknappheit verschärft

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Russische Behörden setzen Lehrer, Freiwillige und lokale Patrouillengruppen an Tankstellen ein, um die Kraftstoffknappheit zu bewältigen, während ukrainische Angriffe den russischen Raffineriesektor weiterhin beeinträchtigen.

Russische Regionalbehörden führen Notfallmaßnahmen ein, um der zunehmenden Kraftstoffknappheit zu begegnen. Lehrer, Freiwillige und lokale Sicherheitsgruppen werden an Tankstellen eingesetzt, um lange Warteschlangen zu organisieren und Autofahrer über Kraftstoffbeschränkungen zu informieren.

Wie die Kyiv Post unter Berufung auf das russische Medium Real Time berichtet, haben die Behörden in der Region Krasnodar öffentliche Schulen angewiesen, Lehrkräfte während der Sommerferien für Schichten an Tankstellen einzuteilen, da die Kraftstoffknappheit nach ukrainischen Angriffen auf die russische Ölinfrastruktur anhält.

Lehrer an Tankstellen

Die Kyiv Post berichtet, dass die Verwaltung des Bezirks Dinskoi die örtlichen Schulen angewiesen hat, Lehrkräfte zur Überwachung der Warteschlangen und zur Unterstützung im Umgang mit frustrierten Autofahrern einzusetzen.

Lokale Behörden erklärten, die Schichten seien freiwillig, auf männliche Beschäftigte beschränkt und würden lediglich mit kostenlosem Tee und Kaffee vergütet. Beschwerden in lokalen Community-Gruppen zufolge sollen jedoch auch weibliche Beschäftigte unter Androhung einer Entlassung zu diesen Einsätzen verpflichtet worden sein. Einige äußerten zudem Bedenken, mit angespannten Situationen mit Autofahrern umgehen zu müssen.

Beschränkungen ausgeweitet

Wie die Kyiv Post berichtet, wurden ähnliche Maßnahmen auch in der Region Pskow eingeführt. Dort überwachen Freiwillige und Mitglieder lokaler Patrouillengruppen die Warteschlangen an Tankstellen und informieren Autofahrer über Kaufbeschränkungen.

Mehrere russische Regionen, darunter Karelien, Mordwinien, Orjol, Lipezk, Astrachan und Kirow, haben zudem eine Kraftstoffrationierung auf Grundlage der Fahrzeugkennzeichen eingeführt. In der Region Irkutsk schlagen die Behörden unterdessen ein elektronisches Warteschlangensystem vor, um den Andrang an Tankstellen zu verringern.

Raffineriekapazität beeinträchtigt

Die Kyiv Post berichtet, die Maßnahmen folgten auf eine Einschätzung des ukrainischen Militärs, wonach Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur 42,7 Prozent der geplanten Raffineriekapazität des Landes außer Betrieb gesetzt hätten.

Zudem verweist der Bericht auf Daten von Reuters, wonach Russlands Kraftstoffproduktion im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zurückging und inzwischen unter dem inländischen Bedarf liegt, was zu Engpässen in Dutzenden Regionen beiträgt.

Reuters berichtete außerdem, dass die geringeren Kraftstoffmengen auch den Güterverkehr beeinträchtigen. Logistikunternehmen hätten mit längeren Wartezeiten beim Tanken und höheren Betriebskosten zu kämpfen.

Quellen: Kyiv Post, Real Time, Reuters