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Russland erklärt der EU, sie habe keinen Platz in einem Friedensabkommen für die Ukraine

Russland erklärt der EU, sie habe keinen Platz in einem Friedensabkommen für die Ukraine
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Russland hat eine Rolle der Europäischen Union bei der Garantie oder Überwachung eines möglichen Friedensabkommens in der Ukraine scharf zurückgewiesen. Moskau erklärt, der Staatenbund sei kein neutraler Akteur mehr und könne in keiner Waffenstillstandsregelung als vertrauenswürdig gelten.

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Die Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die diplomatischen Aktivitäten rund um mögliche Sicherheitsgarantien für Kyjiw zunehmen, berichtet HotNews.ro.

Moskau zieht eine klare Linie

Die Europäische Union könne weder als Garant noch als Beobachter eines Waffenstillstands in der Ukraine auftreten, da sie „Teil des Konflikts“ sei, sagte der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko am Freitag laut EFE und Agerpres.

„Über irgendeine Beobachter- oder Garantenrolle der Europäischen Union zu sprechen, ist angesichts der katastrophalen Erfahrungen der vergangenen Jahre und der subversiven Rolle der EU absolut unvorstellbar“, sagte Gruschko laut Interfax.

„Es ist unvorstellbar, und das versteht jeder“, fügte er hinzu.

Kontext der Gespräche

Gruschos Äußerungen folgten auf Erklärungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach ein Dokument mit US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine zur Unterzeichnung bereitliege.

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Vor dem US-Senat erklärte Außenminister Marco Rubio, diese Garantien könnten die Stationierung europäischer Truppen vor Ort umfassen, allerdings ohne die Präsenz amerikanischer Streitkräfte.

Die Idee ist in Moskau bereits auf entschiedenen Widerstand gestoßen.

Russische Einwände

Russland hat eine Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine wiederholt zurückgewiesen. Präsident Wladimir Putin und andere hochrangige Vertreter argumentieren, die NATO-Osterweiterung sei eine zentrale Ursache des Krieges gewesen.

Der Kreml wirft europäischen Unterstützern der Ukraine zudem vor, bewusst Bedingungen vorzuschlagen, die Moskau als inakzeptabel betrachte, um Russland als nicht friedensbereit darzustellen.

Dazu zählen unter anderem die Entsendung europäischer Friedenstruppen nach einem möglichen Abkommen, Forderungen nach Kriegsreparationen von Russland oder der Ausschluss jeglicher territorialer Zugeständnisse seitens der Ukraine.

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Konkurrierende Garantien

Selenskyj hat Sicherheitsgarantien gefordert, die mit Artikel 5 des NATO-Gründungsvertrags vergleichbar sind, der die kollektive Verteidigung der Mitglieder vorsieht. Details des von ihm als abgeschlossen bezeichneten Dokuments nannte er jedoch nicht.

Westliche Medien berichteten, US-Präsident Donald Trump habe mögliche US-Sicherheitsgarantien daran geknüpft, dass sich die Ukraine vollständig aus der Donbas-Region zurückzieht – eine zentrale Forderung Putins, die er wiederholt als Bedingung für ein Ende des Krieges formuliert hat.

Für Moskau ist die Botschaft vorerst klar: Die EU wird nicht als neutraler Garant am Verhandlungstisch akzeptiert.

Quellen: HotNews.ro, EFE, Agerpres, Interfax

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