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Russland könnte Dänemarks wahl ins visier nehmen, warnen geheimdienste

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Die dänischen Geheimdienste haben gewarnt, dass ausländische Akteure versuchen könnten, die Parlamentswahl am 24. März zu beeinflussen, wobei Russland als Hauptbedrohung gilt.

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In einer gemeinsamen Erklärung erklärten der Inlandsgeheimdienst PET und der militärische Nachrichtendienst FE, dass es im Wahlkampfzeitraum zu Desinformationskampagnen und Cyberangriffen kommen könne, die darauf abzielten, die öffentliche Debatte zu beeinflussen.

Die Behörden verwiesen zudem auf verschärfte geopolitische Spannungen, darunter jüngste Äußerungen der USA zu Grönland, die ausgenutzt werden könnten, berichtet The Guardian.

Risiken durch Desinformation

Die Behörden erklärten, Wahlbeeinflussung könne Versuche umfassen, „Spaltung zu säen, die öffentliche Debatte zu beeinflussen oder Kandidaten, Parteien oder bestimmte politische Programme ins Visier zu nehmen“.

„Die Bedrohung von Einflussnahme gegen Dänemark geht hauptsächlich von Russland aus, könnte jedoch auch von anderen staatlichen Akteuren ausgehen“, hieß es.

Zudem erklärten sie, „der von den Vereinigten Staaten geäußerte Wunsch, Grönland in Besitz zu nehmen, habe zur Verbreitung von Desinformation über das Königreich Dänemark geführt“, was im Vorfeld der Wahl zu Unsicherheit beitrage.

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Laut der Erklärung habe die verstärkte internationale Aufmerksamkeit für Dänemark „neue internationale Bruchlinien geschaffen, die ausländische Staaten wie Russland und China für Einflusszwecke ausnutzen könnten“.

Zeitpunkt der Wahl und politische Bedeutung

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen rief die Wahl vergangene Woche aus und verwies auf Sicherheitsbedenken, darunter Russlands Vorgehen und eine breitere geopolitische Instabilität.

Sie war verpflichtet, die Wahl vor dem 31. Oktober abzuhalten, doch Analysten zufolge entschied sie sich für den 24. März, da sich ihre Zustimmungswerte nach ihrer entschiedenen Zurückweisung der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach Kontrolle über Grönland verbessert hätten.

Eine aktuelle Umfrage von TV2 zeigte, dass 21 % der Wähler Frederiksens Sozialdemokraten unterstützen – womit die Partei zwar auf Platz eins liegt, jedoch 6,5 Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis bei der Wahl 2022.

Die Sozialdemokraten erlitten bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr Rückschläge und verloren die Kontrolle über nahezu die Hälfte der Gemeinden, die sie zuvor regiert hatten, darunter auch Kopenhagen.

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Quellen: The Guardian