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Russland könnte sich auf einen Krieg mit der NATO vorbereiten, wie Analysten nach dem Durchsickern militärischer Dokumente vermuten

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Den deutschen Dokumenten zufolge könnten die russischen Cyberangriffe, Sabotageversuche und Desinformationskampagnen ein Vorspiel zu einer militärischen Konfrontation sein.

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Eine neu gemeldete militärische Lagebeurteilung hat in Berlin neue Sorgen über bislang unerkannte Bedrohungen geweckt, die sich unter der Oberfläche aufbauen.

Über den Entwurf des Dokuments berichtete zuerst Politico, das angibt, die Unterlagen selbst eingesehen zu haben.

Den Erkenntnissen zufolge deuten die Befunde eher auf eine langfristige Strategie als auf isolierte Vorfälle hin, wie aus der Medienberichterstattung hervorgeht.

Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) berichteten mehrere westliche Medien Ende Dezember 2025 und Anfang Januar 2026, dass ein deutsches Militärdokument eine Zunahme verdeckter russischer Aktivitäten gegen die deutsche Infrastruktur beschreibt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die durchgesickerten Dokumente nicht unabhängig verifiziert wurden.

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Was sagen sie?

Laut Politico beschreibt die Bewertung jüngste russische Cyberangriffe, Sabotageakte und Desinformationskampagnen als mögliche vorbereitende Schritte für eine künftige Konfrontation zwischen Russland und der NATO.

Das Dokument identifiziere demnach Cyberoperationen und Einflusskampagnen als zentrale Elemente dieses Ansatzes und stelle sie eher als Vorarbeit für einen möglichen militärischen Zusammenstoß denn als eigenständige Aktivitäten dar.

Deutsche Planer sollen diese Maßnahmen als Teil eines umfassenderen Musters betrachten, das darauf abzielt, Widerstandsfähigkeit und Einsatzbereitschaft vor einem offenen Konflikt zu schwächen.

Warum Deutschland wichtig ist

Nach Angaben des ISW hält das Dokument fest, dass Deutschland aufgrund seiner Rolle als logistisches Drehkreuz der NATO in einer Krise voraussichtlich früh in den Fokus geraten würde.

Westliche Medien berichteten, das Dokument prognostiziere, dass Deutschland nach einem offenen russischen Angriff auf die NATO-Ostflanke als zentrales Ziel für Langstreckenraketen, bewaffnete Drohnen und Spezialeinheiten angesehen würde.

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Diese Risiken stünden in direktem Zusammenhang mit der Bedeutung Deutschlands für den Transport und die Versorgung verbündeter Streitkräfte in ganz Europa.

Blick auf das Jahr 2029

Die Bewertung komme demnach zu dem Schluss, dass Russland spätestens bis 2029 über die notwendigen Fähigkeiten und „strategischen Optionen“ verfügen könnte, selbst wenn der Krieg in der Ukraine ohne wesentliche Veränderungen andauert.

Das ISW erklärte, dieser Zeitrahmen decke sich mit der eigenen Einschätzung des Thinktanks, wonach Russland die NATO früher bedrohen könnte, als viele westliche Schätzungen nahelegen – insbesondere dann, wenn ein Waffenstillstand in der Ukraine Moskau ermögliche, seine Streitkräfte wiederaufzubauen.

Das ISW hat verdeckte Aktionen gegen Infrastruktur als Teil von Russlands „Phase-Zero“-Kampagne beschrieben, die darauf abzielt, die informations- und psychologischen Rahmenbedingungen vor einem offenen Konflikt zu gestalten.

Quellen: Politico, Institute for the Study of War, Bloomberg, Die Welt

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