Die Seekriegsführung ändert sich rasant. Traditionelle Kampfstrategien veralten schnell, da kleine, tödliche Drohnen die offenen Gewässer dominieren.
Angesichts schwerer Verluste auf See versucht eine Großmacht nun fieberhaft, ihre Flotte wieder aufzubauen, bevor es zu spät ist, berichtet UNITED24Media.
Neue Seestrategie
Russland hat offiziell mit dem Bau seines ersten unbemannten U-Boot-Abwehrschiffs begonnen. Das 500-Tonnen-Kriegsschiff stellt eine massive taktische Neuausrichtung dar, da Moskau Schwierigkeiten hat, mit moderner maritimer Technologie Schritt zu halten.
Der Oberbefehlshaber der russischen Marine, Admiral Alexander Moissejew, bestätigte, dass das Projekt im Rahmen des offiziellen Staatlichen Rüstungsprogramms des Landes in die Bauphase eingetreten ist. Offizielle Stellen betrachten das Design als entscheidende Grundlage für zukünftige Marineoperationen.
„Es befindet sich bereits im Bau und wird das erste Schiff dieser Art sein. Es wird die Grundlage für die weitere Entwicklung unbemannter Systeme legen“, sagte Moissejew laut Berichten von United24Media.
Moskau schafft zudem brandneue Militäreinheiten zum Betrieb automatisierter Systeme. Die Nordflotte hat bereits ihr erstes dediziertes unbemanntes Regiment aufgestellt. Als Nächstes ist die Pazifikflotte an der Reihe, die bis 2027 eine entsprechende Einheit aufstellen will.
Von der Krim vertrieben
Dieser plötzliche Vorstoß in Richtung robotischer Kriegsführung erfolgt nach demütigenden Rückschlägen zur See. Ukraines clevere Seekampagne mit Drohnen hat den Konflikt im Schwarzen Meer vollständig verändert und erhebliche Schwachstellen aufgedeckt.
Explosive ukrainische Seedrohnen griffen wiederholt russische Kriegsschiffe, Patrouillenboote und wichtige Landungsboote an. Die zunehmenden Verluste zwangen Moskau schließlich zum Rückzug, wobei es seine Hauptstützpunkte auf der besetzten Krim verließ, um in Noworossijsk einen sichereren Hafen zu finden.
Die Belastung für Moskaus Militär zeigt sich nun weltweit. Im Juli 2026 verfügte Russland erstmals seit 2013 über keine aktiven Kriegsschiffe mehr im Mittelmeer, was verdeutlicht, wie stark seine Reichweite geschrumpft ist.
Durch die Entwicklung einer eigenen Flotte automatisierter U-Boot-Abwehrschiffe hofft Russland, seine verbleibenden Schiffe zu schützen und Ukraines agile Technologie zu kontern. Doch der Bau automatisierter Kriegsschiffe während eines kostspieligen Krieges wird für Moskaus Verteidigungsindustrie eine große Herausforderung sein.
Quellen: United24Media