Ein durchgesickertes russisches Geheimdienstpapier soll Pläne detailliert haben, um Iran bei der Abwehr potenzieller US-Militäroperationen im Golf mithilfe fortschrittlicher Drohnen und spezialisierter Schulungsprogramme zu unterstützen.
Digi24.ro berichtete unter Berufung auf *The Economist*, dass das vertrauliche Dokument vom russischen Militärgeheimdienst GRU auf dem Höhepunkt der Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten erstellt worden sei.
Vorgeschlagene Drohnenunterstützung
Laut *The Economist* sah der Plan vor, Iran mit 5.000 Kurzstrecken-Faseroptikdrohnen zu beliefern, ähnlich jenen, die im Krieg in der Ukraine intensiv eingesetzt werden.
Der Vorschlag soll zudem langreichweitige satellitengesteuerte Drohnen und Schulungsprogramme für Bediener umfasst haben, die auf iranische Streitkräfte abzielen.
Die Publikation erklärte, es gebe derzeit keine direkten Beweise, die bestätigen, dass die Ausrüstung jemals geliefert oder die Ausbildung begonnen wurde.
Neue Gefechtstaktiken
Der Bericht beschrieb Faseroptikdrohnen als eine der wichtigsten Innovationen, die aus dem Krieg in der Ukraine hervorgegangen sind.
Im Gegensatz zu herkömmlichen funkgesteuerten Drohnen werden die Systeme über dünne Kabel gesteuert, was sie resistent gegen elektronische Störungen macht.
Laut *Digi24.ro* können die Drohnen Angriffe aus Entfernungen von über 40 Kilometern durchführen, während sie stabile Videoübertragungen senden, ohne Bediener durch Funksignale preiszugeben.
Befürchtungen eines Golfkonflikts
Das GRU-Dokument soll sich auf Szenarien konzentriert haben, die mögliche amphibische Operationen der USA nahe der Straße von Hormus oder der Insel Kharg, einem wichtigen iranischen Ölterminal, umfassen.
Ein Diagramm soll gezeigt haben, wie iranische Drohnenteams amerikanische Landungsboote mithilfe koordinierter Schwärme angreifen könnten, die von verborgenen Küstenpositionen gestartet werden.
Der Vorschlag warnte, dass Russlands andauernder Krieg in der Ukraine die Ressourcen Moskaus begrenze, die es zur direkten Unterstützung Irans aufwenden könne.
Umfassendere Zusammenarbeit wächst
Digi24.ro berichtete, dass westliche Geheimdienste Russland und Iran bereits beschuldigt hätten, ihre militärische Zusammenarbeit in den letzten Jahren zu vertiefen.
Der Artikel verwies auch auf Behauptungen, dass Russland verbesserte Versionen iranisch entworfener Shahed-Drohnen vorbereitet habe, die in der Lage seien, schwerere Nutzlasten zu tragen und Luftabwehr effektiver zu umgehen.
Der Investigativjournalist Hristo Grozev erklärte gegenüber *The Economist*, das Dokument scheine mit umfassenderen Beweisen für russische Bemühungen übereinzustimmen, die Unterstützung für Teheran während der Spannungen mit den USA und Israel auszuweiten.
Der Bericht legte nahe, dass Moskau begrenzte und abstreitbare Hilfe als Mittel betrachte, um potenzielle amerikanische Militäroperationen zu erschweren, ohne direkt in einen größeren Konflikt verwickelt zu werden.
Quellen: Digi24.ro, The Economist.