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Russland übergibt ukrainische Kriegsgefangene – an Ungarn

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Kremlin.ru, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Kyjiw sagt, dass es keine offiziellen Informationen darüber erhalten hat.

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Ein Streit über Kriegsgefangene hat neue Spannungen zwischen Kyjiw, Moskau und Budapest ausgelöst.

Das ukrainische Außenministerium erklärte, es habe Medienberichte gesehen, wonach Russland mehrere ukrainische Kriegsgefangene an Ungarn überstellt habe, berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des ukrainischen Außenministeriums.

Kyjiw teilte mit, dass es über diplomatische Kanäle keine offizielle Bestätigung für einen solchen Schritt erhalten habe.

Beamte fügten hinzu, dass der Geschäftsträger der ungarischen Botschaft in das Ministerium einbestellt werde, um die Situation zu klären und verifizierte Informationen bereitzustellen.

Die Angelegenheit kommt nur wenige Monate vor den Wahlen in Ungarn auf, bei denen der Putin-Verbündete in der EU, der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, in den Umfragen zurückliegt.

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Klärung gesucht

Das ukrainische Außenministerium erklärte, es plane, formell Zugang zu den Personen zu beantragen, die Berichten zufolge überstellt wurden.

„Aus diesem Grund wird der Geschäftsträger Ungarns in das Außenministerium eingeladen, um verlässliche Daten zu erhalten. Die ukrainische Seite wird zudem einen Antrag auf Zugang zu den Personen stellen, die zurückgeführt wurden“, heißt es in der Erklärung, berichtet RBC-Ukraine.

Nach Angaben des Ministeriums gibt die Situation Anlass zur Sorge, da Moskau und Budapest von Kyjiw zuvor beschuldigt wurden, Fragen im Zusammenhang mit Kriegsgefangenen zu politisieren.

Beamte betonten, dass die Rückführung von Gefangenen strikt humanitär bleiben und nicht mit politischer Kommunikation verknüpft werden sollte.

Diskussion über Freilassung

Die Kontroverse folgt auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin Anfang dieser Woche.

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Früheren Berichten vom 4. März zufolge sagte Putin dem ungarischen Außenminister Péter Szijjártó, dass zwei ukrainische Staatsangehörige, die sich in russischer Gefangenschaft befinden, freigelassen würden.

Putin erklärte, das Thema sei am Vortag in einem Telefongespräch mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán erörtert worden. Die beiden Gefangenen besitzen Berichten zufolge sowohl die ukrainische als auch die ungarische Staatsbürgerschaft.

Quellen: Ukrainisches Außenministerium, Medienberichte, RBC-Ukraine