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Russland warnt, die NATO bereite die entsendung von truppen in die Ukraine vor

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Shutterstock.com / Illustrationsfoto.

Moskau hat scharf auf jüngste Äußerungen der NATO-Führung reagiert und diese als Zeichen einer tieferen westlichen Verstrickung in den Ukraine-Krieg gewertet. Russische Vertreter erklärten, die von dem Bündnis verwendete Wortwahl habe weitreichende und ernste Implikationen.

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Die Äußerungen haben die Debatte darüber neu entfacht, wie eine Nachkriegsordnung in der Ukraine aussehen könnte, berichtet Digi24.ro.

Scharfe Reaktion

Maria Sacharowa, die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, warf der NATO vor, nach einem möglichen Friedensabkommen eine ausländische Militärintervention in der Ukraine zu planen.

Sie reagierte damit auf Aussagen von NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der erklärt hatte, dass nach einem Friedensschluss Truppen, Waffen sowie Luft- und Seestreitkräfte dessen, was er als eine „Koalition der Willigen“ bezeichnete, umgehend in der Ukraine erscheinen würden.

„All dies ist natürlich ein offensichtlicher Plan für eine ausländische Militärintervention. So sollte man es auch nennen“, sagte Sacharowa laut von Digi24.ro zitierten Berichten während eines Briefings.

NATO-Aussagen erläutert

Ruttes Äußerungen fielen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der NATO-Chef sagte, die Ukraine sei bereit, „fair zu spielen“ und eine akzeptable Vereinbarung mit Russland anzustreben.

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Gleichzeitig warnte er, dass Russlands anhaltende groß angelegte Angriffe vor möglichen Verhandlungen „ein sehr schlechtes Signal“ sendeten, und unterstrich damit die Besorgnis innerhalb des Bündnisses über Moskaus Absichten.

Rutte betonte zudem die Bedeutung fester Sicherheitsgarantien für Kyjiw nach dem Ende der Kampfhandlungen.

Debatte über Sicherheitsgarantien

Nach Angaben des NATO-Generalsekretärs würde jede Nachkriegsregelung erfordern, dass die Bündnispartner die Verantwortung gleichmäßiger teilen. Er sprach sich für eine „faire Lastenteilung“ unter den Mitgliedstaaten aus, um die langfristige Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten.

Sacharowa wies diese Darstellung zurück und stellte sie stattdessen als Vorbereitung auf eine fortgesetzte westliche Militärpräsenz auf ukrainischem Territorium dar, selbst nach einem formellen Ende der Feindseligkeiten.

Das russische Außenministerium hat wiederholt argumentiert, dass das Engagement der NATO in der Ukraine über politische und finanzielle Unterstützung hinausgehe – eine Darstellung, die westliche Vertreter zurückweisen.

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Anhaltende Spannungen

Der Schlagabtausch verdeutlicht, wie weit Moskau und die NATO in der Frage der Bedeutung von Sicherheitsgarantien und möglicher Friedenstruppen weiterhin auseinanderliegen.

Während die Bündnisführer ihre Pläne als defensive Maßnahmen zur Stabilisierung der Ukraine darstellen, bezeichnen russische Vertreter sie als direkte Intervention, die die Konfrontation verlängern statt beenden könnte.

Quellen: Digi24.ro