Eine Begräbnisstätte im Zusammenhang mit Zivilisten, die während der Belagerung von Mariupol getötet wurden, wurde Berichten zufolge verändert.
Lokale Beamte sagen, die Entwicklung werfe neue Bedenken hinsichtlich der Beweismittel aus den frühen Phasen des Krieges auf, berichtet Suspilne.media.
Begräbnisstätte verändert
Ein Massengrab bei Mariupol wurde nach Angaben ukrainischer Beamter zerstört.
Laut Suspilne.media, unter Berufung auf den Stadtrat von Mariupol, wurde der Ort im Dorf Mangush im Jahr 2022 genutzt, um Bewohner zu bestatten, die während der Belagerung starben.
Die Behörden sagen, die Gräber gehörten zu den ersten Orten, an denen Zivilisten nach dem Angriff auf die Stadt beigesetzt wurden.
Die gemeldete Zerstörung hat eine erneute Prüfung des Umgangs mit solchen Stätten ausgelöst.
Satellitenbilder enthüllen
Beamte sagen, aktuelle Satellitenbilder zeigten erhebliche Veränderungen an der Begräbnisstätte.
Laut Suspilne.media scheinen Gebiete, die zuvor als Massengräber identifiziert wurden, nun für Straßenreparaturarbeiten genutzt zu werden.
Die Stätte wurde über mehrere Jahre, von 2022 bis 2026, aufgrund von Bedenken hinsichtlich versteckter Bestattungen überwacht.
Die Behörden behaupten, die Veränderungen könnten Beweismittel im Zusammenhang mit zivilen Todesfällen verschleiern.
Ausmaß der Verluste
Die Belagerung von Mariupol soll erhebliche zivile Opfer gefordert haben.
Laut Suspilne.media deuteten frühe Schätzungen darauf hin, dass während der 86-tägigen Blockade mindestens 22.000 Menschen starben.
Beamte haben gewarnt, dass die wahre Zahl höher sein könnte, da der Zugang zur Überprüfung des vollständigen Ausmaßes der Verluste begrenzt ist.
Sie behaupten auch, dass Beweismittel im Zusammenhang mit Todesfällen und Kriegshandlungen verheimlicht wurden.
Mehrere Begräbnisstätten
Seit 2022 wurden mehrere Begräbnisstätten in und um Mariupol identifiziert.
Laut Suspilne.media wurden Massengräber in Gebieten wie Mangush, Vinogradne und in der Nähe zentraler Friedhöfe entdeckt.
Einige Stätten sollen Schätzungen zufolge Tausende von Opfern enthalten haben, basierend auf Satellitenanalysen und lokalen Berichten.
Die Zahl der Begräbnisstätten ist während der Besatzung weiter gestiegen.
Anhaltende Bedenken
Ukrainische Behörden sagen, die gemeldete Zerstörung unterstreiche umfassendere Probleme bei der Dokumentation von Kriegsereignissen.
Laut Suspilne.media ist die Zahl der Begräbnisstätten im besetzten Mariupol seit Beginn der Invasion erheblich gestiegen.
Beamte fordern weiterhin Untersuchungen und die Überprüfung dessen, was während der Belagerung geschah.
Die Situation bleibt aufgrund des eingeschränkten Zugangs zum Gebiet schwer unabhängig zu beurteilen.
Quellen: Suspilne.media, Stadtrat von Mariupol