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Selenskyj: Kyjiw wird mit Ungarn kooperieren, wenn die führung Putin ablehnt

Volodymyr Zelenskyy
President Of Ukraine / Wiki Commons

Die Beziehungen zwischen Kyjiw und Budapest bleiben angespannt, da die politischen Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern zunehmen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, dass die Zusammenarbeit mit Ungarn von der Haltung seiner Führung gegenüber Russland abhängen wird.

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Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Streitigkeiten über Energie, Wahlen und Vorwürfe politischer Einflussnahme, berichtet Ukrainska Pravda.

Kritik an Budapest

Selenskyj sagte, die derzeitige ungarische Regierung fördere anti-ukrainische Stimmung innerhalb der ungarischen Gesellschaft.

Im Gespräch mit Journalisten betonte der ukrainische Präsident, dass Kyjiw keine Feindseligkeit gegenüber Ungarn oder dessen Bevölkerung fördere, berichtet Ukrinform und wird von European Pravda zitiert.

„Unter keinen Umständen verbreiten wir Negativität, Hass oder Respektlosigkeit gegenüber dem Volk Ungarns oder gegenüber der nationalen Minderheit, die Bürger unseres Staates sind. Jeder weiß das. Anders als das, was in Ungarn auf Initiative der derzeitigen Regierung geschieht.“

Bedingungen für Zusammenarbeit

Trotz der Spannungen sagte Selenskyj, die Ukraine bleibe offen für eine Zusammenarbeit mit Ungarn unter einem anderen politischen Ansatz.

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Er deutete an, dass Kyjiw mit jedem ungarischen Politiker zusammenarbeiten würde, der bereit sei, friedliche Beziehungen aufrechtzuerhalten und die geopolitischen Entscheidungen der Ukraine zu respektieren.

„Wir werden mit jeder Führung Ungarns, mit jeder Person in Ungarn zusammenarbeiten, die arbeiten und in Frieden mit der Ukraine leben möchte, unsere geopolitische Wahl nicht blockiert und ein guter Nachbar sein will. Wir sind bereit, freundschaftlich zusammenzuarbeiten, wenn diese Person kein Verbündeter Putins, des Aggressorstaates, ist.“

Streitigkeiten und Vorwürfe

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind durch mehrere politische Streitigkeiten belastet.

Am 14. März beschuldigte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán die Ukraine, Ungarn fast drei Wochen lang „erpresst“ zu haben, indem sie sich geweigert habe, die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wieder aufzunehmen.

Unterdessen berichteten Investigativjournalisten, dass eine Gruppe russischer politischer Strategen, die von der russischen Botschaft in Budapest aus arbeiteten, an einer Desinformationskampagne beteiligt gewesen sei und angeblich versucht habe, Ungarns Parlamentswahlen zu beeinflussen.

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Wahlhintergrund

Die Spannungen entfalten sich, während sich Ungarn auf Parlamentswahlen vorbereitet.

Jüngste Meinungsumfragen deuten auf wachsende Unterstützung für Orbáns regierende Fidesz-Partei hin, obwohl die Oppositionspartei Tisza derzeit einen Vorsprung von etwa 14 Prozentpunkten hält.

Der politische Ausgang könnte die zukünftigen Beziehungen zwischen Budapest und Kyjiw prägen.

Quellen: Ukrainska Pravda, European Pravda, Ukrinform

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