Ein neu beobachteter Komet unternimmt eine seltene Reise durch das innere Sonnensystem und bietet Himmelsbeobachtern eine kurze Gelegenheit, ein Ereignis zu erleben, das seit Tausenden von Generationen nicht mehr stattgefunden hat.
Astronomen zufolge ist das Objekt seit etwa 170.000 Jahren nicht in die Nähe der Erde gekommen.
Seltener Besucher
Laut WPTech nähert sich der Komet mit dem Namen C/2025 R3 (PANSTARRS) derzeit der Sonne und befindet sich in seiner langen Umlaufbahn am erdnächsten Punkt.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass er aus der fernen Oortschen Wolke stammt und etwa 170.000 Jahre benötigt, um die Sonne einmal zu umrunden.
Sein letzter Besuch soll lange vor der Zeit stattgefunden haben, in der die frühe Menschheit begann, den Nachthimmel zu verstehen.
Zunehmende Helligkeit
Der Komet wurde erstmals im September vergangenen Jahres entdeckt und war zunächst sehr lichtschwach. Als er sich der Sonne näherte, nahm seine Helligkeit deutlich zu.
Anfang April erreichte er unter den richtigen Bedingungen eine Helligkeit, die mit bloßem Auge sichtbar ist, während Astronomen die Entwicklung seiner leuchtenden Koma verfolgten.
„Bei der aktuellen Zunahme der Helligkeit könnte der Komet beim Näherkommen an die Sonne eine scheinbare Helligkeit der 3. Größenklasse erreichen“, sagte Nick James von der British Astronomical Society.
Begrenztes Zeitfenster
Trotz seiner zunehmenden Helligkeit ist das Zeitfenster zur Beobachtung des Kometen kurz.
Experten zufolge werden sich die Sichtbedingungen ab etwa dem 20. April verschlechtern, da sich der Komet weiter der Sonne nähert und dadurch von der Erde aus schwerer zu sehen ist.
Beobachtern wird geraten, vor Sonnenaufgang in Richtung Osten zu blicken, um die besten Chancen zu haben, ihn zu entdecken.
Wie man ihn sehen kann
Der Komet kann mit bloßem Auge als schwaches, nebliges Objekt erscheinen, während Ferngläser oder ein Teleskop mehr Details, einschließlich seines Schweifs, sichtbar machen können.
Himmelsbeobachter auf der Südhalbkugel könnten später im April bessere Beobachtungsmöglichkeiten haben, abhängig davon, wie sich seine Helligkeit entwickelt.
Quellen: WPTech, IFLScience