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Spanien blockiert US-Militärflüge und bricht mit Washington im Streit über den Iran-Konflikt

Spanien blockiert US-Militärflüge und bricht mit Washington im Streit über den Iran-Konflikt
Alex Beltyukov, CC BY-SA 3.0 GFDL 1.2, via Wikimedia Commons

Spanien hat seinen Luftraum für US-Militärflugzeuge geschlossen und den Zugang zu wichtigen Stützpunkten blockiert, was die Spannungen mit Washington im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt weiter verschärft.

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Spanien hat seinen Luftraum für US-Militärflugzeuge geschlossen, die mit Operationen gegen Iran verbunden sind, und signalisiert damit eine deutliche politische Spaltung mit Washington.

Die Maßnahme, die auch den Zugang zu wichtigen Militärstützpunkten einschränkt, unterstreicht den klaren Widerstand Madrids gegen den anhaltenden Konflikt.

Laut EFE, zitiert von Agerpres, ordneten spanische Behörden die Schließung des nationalen Luftraums für US-Flüge an, die an der militärischen Kampagne beteiligt sind. Die Entscheidung wurde von Verteidigungsquellen gegenüber der Nachrichtenagentur bestätigt.

El País berichtete, dass Spanien US-Flugzeugen auch den Zugang zu den Stützpunkten Rota und Morón verweigert, die im Rahmen bilateraler Abkommen gemeinsam betrieben werden.

Die Einschränkungen gelten auch für US-gebundene Flugzeuge aus anderen europäischen Ländern, die den spanischen Luftraum durchqueren wollen.

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Reuters berichtete unter Berufung auf El País, dass Notfälle von dem Verbot ausgenommen sind, routinemäßige Militärflüge jedoch nun spanisches Territorium umgehen müssen.

Klare Ablehnung

Spanische Vertreter stellten die Maßnahme als Teil einer umfassenderen Ablehnung der Intervention dar.

„Diese Entscheidung ist Teil der bereits getroffenen Entscheidung der spanischen Regierung, nicht an einem Krieg teilzunehmen oder dazu beizutragen, der einseitig begonnen wurde und gegen das Völkerrecht verstößt“, sagte Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo in einem Interview mit Cadena Ser, wie von EFE berichtet.

Ministerpräsident Pedro Sánchez gehört zu den deutlichsten europäischen Kritikern der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf Iran und bezeichnete sie zuvor als rücksichtslos und rechtswidrig.

Wachsende Spannungen

Die Einschränkungen dürften die militärische Logistik der USA erschweren und Flugzeuge zwingen, Spanien zu umgehen — ein NATO-Mitglied mit strategischer Bedeutung für Operationen im Nahen Osten.

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Die Entscheidung hat auch die diplomatischen Beziehungen belastet. US-Präsident Donald Trump hat Spaniens Haltung wiederholt kritisiert, während Berichte über mögliche wirtschaftliche Gegenmaßnahmen kursieren.

Trotz des Drucks hält Madrid an seiner Position fest und argumentiert, dass eine Beteiligung am Konflikt gegen das Völkerrecht verstoßen würde.

Strategische Folgen

Spaniens Weigerung, die Nutzung der Stützpunkte Rota und Morón zu erlauben, stellt eine erhebliche Eskalation dar, angesichts ihrer langjährigen Rolle in US-Militäroperationen.

Der Konflikt verdeutlicht breitere Spannungen unter westlichen Verbündeten im Hinblick auf den Iran-Konflikt, wobei Spanien sich klar gegen eine Beteiligung positioniert.

Quellen: EFE, Agerpres, El País, Reuters

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