Medaillenzeremonien nach dem Spiel sollen eine Zeit des reinen Feierns für die größten Athleten der Welt sein.
Wenn jedoch hochrangige Politiker die Bühne mit siegreichen Spielern teilen, verlagert sich das Rampenlicht oft vom Sport auf unerwartete menschliche Dramen, berichtet Ziare.com.
Angespannte Medaillenübergaben
Spanien sicherte sich in der Verlängerung einen dramatischen 1:0-Sieg gegen Argentinien und damit die legendäre Trophäe. Als das Stadion tobte, nahm die Medaillenzeremonie nach dem Spiel schnell eine seltsame Wendung. US-Präsident Donald Trump stand Seite an Seite mit FIFA-Chef Gianni Infantino, um die Turnierpreise zu überreichen.
Die Zweitplatzierten aus Argentinien traten zuerst an, um nach einem kräftezehrenden Turnier ihre Silbermedaillen entgegenzunehmen. Dies löste sofort eine Debatte aus. Obwohl der Moment für die unterlegene Mannschaft emotional war, erregte eine bestimmte Interaktion die Aufmerksamkeit von Zuschauern weltweit.
Der argentinische Verteidiger Cristian Romero ging an den Würdenträgern vorbei, ohne dem amerikanischen Staatschef die Hand zu schütteln. Laut Ziare.com habe der Moment kein wirkliches politisches Motiv gehabt. Trump habe sich gerade umgedreht, um mit einem Assistenten zu sprechen, als der Spieler vorbeiging, sodass Romero sich entschied, weiterzugehen, anstatt zu warten.
Podien und Politik
Die eigentliche Spannung entlud sich, als das siegreiche spanische Team das Podium betrat. Der spanische Stürmer Borja Iglesias hatte bereits vor dem Spiel Schlagzeilen gemacht, da er sich offen zu sozialen Themen und hohen Ticketpreisen geäußert hatte. Er war nicht glücklich.
Der Stürmer, der neun Länderspiele für Spanien absolviert hat, ist bekannt für sein öffentliches Engagement gegen Rassismus und Homophobie. Er empfand große Zurückhaltung bezüglich der obligatorischen Begrüßung. Tatsächlich hatte der Athlet Reportern bereits seine Befürchtungen gestanden.
Ziare.com berichtete, der Stürmer habe vor Beginn des Finalspiels offen über die bevorstehende Interaktion gescherzt. Er habe klargestellt, dass er die Zeremonie einfach schnell beenden wollte.
Kühle Begrüßung
„Ich möchte nicht im Gefängnis landen. Ich hoffe, ihn zu einem Zeitpunkt zu begrüßen, an dem wir alle sehr glücklich sein werden, und ich hoffe, dass alles schnell vorübergeht und ich vergessen kann“, sagte Iglesias.
Als er an der Reihe war, das Podium zu betreten, hielt der Stürmer sein Wort, machte aber sein tiefes Unbehagen deutlich. Er akzeptierte den Handschlag, vermied es jedoch vollständig, dem amerikanischen Präsidenten in die Augen zu sehen.
Die Interaktion endete blitzschnell. Trump sprach ein kurzes Kompliment aus und sagte dem Spieler „Good job“, als dieser weiterging. Dennoch eilte der unzufriedene Stürmer sofort von der Bühne, um sich seinen Teamkollegen anzuschließen.
Quellen: Ziare.com