Der Krieg in der Ukraine tritt in eine neue und gefährlichere Phase ein, in der Technologie die Art der Kriegsführung neu definiert. Bewegungen an der Frontlinie werden zunehmend riskant, da sich Überwachungs- und Angriffsfähigkeiten weiterentwickeln.
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Laut einem Bericht von LA.LV sagen Militäranalysten, dass Drohnen inzwischen sowohl für die Strategie als auch für das Überleben zentral sind.
Wachsende Bedrohung
Der Stabsoffizier der Nationalgarde, Jānis Slaidiņš, erklärte, der Konflikt trete in eine Phase ein, die von unbemannten Systemen dominiert werde.
„Der Krieg ist in eine neue Phase eingetreten – die sogenannten Kill-Zonen nehmen zu. Dies ist eine Folge der gestiegenen Fähigkeiten von Angriffsdrohnen. Natürlich betrifft dies nicht nur russische, sondern auch ukrainische Soldaten.“
Er erläuterte, dass diese „Kill-Zonen“ Bereiche seien, in denen nahezu jede Bewegung schnell erkannt und angegriffen werde.
Unter solchen Bedingungen kann bereits eine kurze Exposition zu unmittelbaren Drohnenangriffen führen.
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Drohnen-Dominanz
Slaidiņš betonte, dass praktisch alles, was auf dem Schlachtfeld erscheint, zum Ziel werden kann.
„Drohnen werden gegen alles eingesetzt – gegen Ausrüstung, Transportmittel, Befestigungen und sogar einzelne Soldaten. Im Grunde fungieren sie als Munition – ähnlich wie Patronen, nur in der Luft.“
Er hob jedoch hervor, dass eine Drohne nicht immer einem erfolgreichen Angriff entspricht.
Häufig seien mehrere Drohnen erforderlich, um gepanzerte Ziele zu zerstören, insbesondere solche mit Schutzsystemen.
Wettrüsten verschärft sich
Laut LA.LV wird die Ukraine dazu gedrängt, die Entwicklung und den Einsatz eigener Drohnensysteme zu beschleunigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
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Gleichzeitig deuten Geheimdienstinformationen darauf hin, dass Russland seine Drohnenkapazitäten rasch ausbaut, insbesondere in Bereichen, in denen es auf dem Schlachtfeld Schwierigkeiten hatte.
Berichten zufolge verstärkt Moskau die Rekrutierung, unter anderem durch gezielte Ansprache von Studierenden, um spezialisierte Drohneneinheiten zu besetzen.
Ausweitung der Kräfte
Schätzungen aus ukrainischen und geheimdienstlichen Quellen zufolge plant Russland, seine Drohnenstreitkräfte in diesem Jahr erheblich auszubauen.
Von LA.LV zitierte Zahlen deuten auf einen möglichen Zuwachs von Zehntausenden an Personal hin, das unbemannten Einheiten zugewiesen wird.
Die militärische Führung der Ukraine warnte zudem, dass diese Einheiten bald entlang der gesamten Frontlinie eingesetzt werden könnten.
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Gleichzeitig stellt die Ukraine Abfangteams auf, die eingehende Drohnen bekämpfen und Truppen schützen sollen.
Produktionsanstieg
Slaidiņš sagte, Russland habe inzwischen ein Niveau erreicht, auf dem es große Mengen an Drohnen produzieren könne.
Schätzungen zufolge könnte die Produktion täglich Zehntausende erreichen, was monatlich Hunderttausenden entspricht.
Trotz dieses Umfangs hängt die Wirksamkeit weiterhin von Koordination und Zielerfassung ab, nicht allein von der Menge.
Die zunehmende Abhängigkeit von Drohnen signalisiert einen umfassenderen Wandel der Kriegsführung, bei dem Technologie die Realitäten an der Front rasch verändert.
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Quellen: LA.LV