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Trump-Anhänger kehrt vor US-Konferenz nach Grönland zurück

Grönland, Greenland
Vadim_N / Shutterstock.com

Ein geplanter Besuch hochrangiger amerikanischer Vertreter in Grönland zieht in Nuuk erneut politische Aufmerksamkeit auf sich, wo die Führung weiterhin vorsichtig gegenüber Washingtons wachsendem Interesse am arktischen Territorium bleibt.

Die US-Delegation wird voraussichtlich am 19. und 20. Mai an der Wirtschaftskonferenz „Future Greenland“ teilnehmen, wie DR News berichtet. Offizielle Vertreter Grönlands haben signalisiert, dass Treffen mit amerikanischen Repräsentanten von einer klar definierten Agenda abhängen werden.

Politische Vorsicht

Premierminister Jens-Frederik Nielsen erklärte Anfang dieser Woche, dass Grönland keinen Gesprächen zustimmen werde, ohne deren Zweck im Voraus zu kennen.

„Wir kennen dieses Spiel in Grönland. Wir stehen seit 15 bis 16 Monaten unter diesem Druck“, sagte Nielsen laut DR.

Außenminister Múte B. Egede äußerte eine ähnliche Position. In Kommentaren gegenüber DR sagte er, Grönland werde keine Treffen „nur um des Treffens willen“ abhalten und warnte, dass US-Vertreter die Ansichten Grönlands zum amerikanischen Verhalten im letzten anderthalb Jahr hören würden.

DR berichtete zudem, dass Vertreter der geschäftsführenden Regierung Dänemarks aufgrund der aktuellen parlamentarischen Situation in Kopenhagen nicht an der Konferenz teilnehmen werden.

Trump-Anhänger kehrt zurück

Inmitten der Vorbereitungen für die Konferenz ist der grönländische Trump-Anhänger Jørgen Boassen nach mehreren Monaten in den Vereinigten Staaten nach Nuuk zurückgekehrt.

Laut DR sagte Boassen, er sei zurückgekehrt, nachdem er von Mitarbeitern von Jeff Landry kontaktiert worden sei, dem Gouverneur von Louisiana, der voraussichtlich als US-Sondergesandter für Grönland der amerikanischen Delegation beitreten wird.

„Ich erhielt einen Anruf von Jeffs Freunden, und Jeff wollte, dass ich nach Grönland gehe, weil er Hilfe braucht, um mit den Grönländern darüber zu sprechen, was sie über die Situation denken“, sagte Boassen gegenüber DR.

DR berichtete, dass Boassen plant, Treffen mit Grönländern zu organisieren und die Delegation während des Besuchs willkommen zu heißen.

Wachsende Spannungen

Trumps wiederholtes Interesse an Grönland hat im vergangenen Jahr die politische Debatte und die öffentliche Frustration im gesamten Gebiet angeheizt.

Boassen wies Bedenken hinsichtlich des bevorstehenden amerikanischen Besuchs zurück.

„Es gibt nichts, worüber man nervös sein müsste, er ist ein guter Mann und bodenständig“, sagte er gegenüber DR und bezog sich dabei auf Landry.

Es bleibt unklar, ob Landry während der Konferenz formelle Treffen mit der grönländischen Regierung abhalten wird. Laut DR haben grönländische Beamte noch keine offiziellen Gespräche mit der amerikanischen Delegation bestätigt.

Quellen: DR News, Ritzau