Hochrangige Diplomatie findet oft hinter verschlossenen Türen statt.
Wenn Staats- und Regierungschefs hinter verschlossenen Türen zusammentreffen, kann ein einziges Gespräch den Verlauf eines brutalen Krieges neu gestalten. Ein neues Leak enthüllt, wie eine sich wandelnde Beziehung in Washington alles verändern könnte, berichtet The Kiew Independent.
Eine mutige Forderung
Die Ukraine hat von Washington eine starke Zusage erhalten, den Druck auf Russland zu erhöhen. In einem privaten Treffen soll Donald Trump Wolodymyr Selenskyj laut The Kiew Independent aufgefordert haben, „mutiger“ vorzugehen.
Ziel ist es, Wladimir Putin zu sinnvollen Friedensverhandlungen zu zwingen. Ein hochrangiger ukrainischer Beamter erklärte, Trump hege Zweifel an diplomatischen Durchbrüchen ohne erheblichen Druck und merkte an: „Trump sagt, er glaube nicht wirklich, dass (Wladimir) Putin ohne Druck etwas unternehmen werde.“
Washingtoner Beamte bestätigten keine explizite Unterstützung für Angriffe innerhalb Russlands. Stärke bleibe die Priorität. Ein US-Beamter bekräftigte diese Haltung und erklärte: „Präsident Trump glaube an Frieden durch Stärke.“
Putin an den Verhandlungstisch bringen
Jahrelang hat der Kreml Gespräche in neutralen Nationen vermieden und stattdessen gefordert, dass Selenskyj nach Moskau reist. Der ukrainische Staatschef lehnte diese Idee am 17. Juni im Gespräch mit Reportern kategorisch ab.
Selenskyj machte seine Grenzen deutlich. „Ich werde nicht nach Moskau reisen, um Putin zu treffen. Wir können uns in der Türkei, der Schweiz oder im Nahen Osten treffen“, betonte er.
Um die Pattsituation zu überwinden, schlug Selenskyj während ihres Treffens am 16. Juni eine dramatische Lösung vor. Er regte an, dass Trump einen hochrangigen Friedensgipfel auf amerikanischem Boden veranstaltet.
Der hochrangige ukrainische Beamte behauptete, die Idee sei gut angekommen. „Selenskyj habe Trump vorgeschlagen, Putin nach Amerika zu bringen, und das wäre perfekt“, so die Quelle, die hinzufügte, „Donald habe die Idee gemocht.“
Die Dinge in Bewegung setzen
Dieses diplomatische Manöver geht einher mit einer heftigen Eskalation auf dem Schlachtfeld, wo ukrainische Drohnen Ziele tief in Russland getroffen haben. Trump zeigte zuvor wenig Zögern bezüglich direkter Gespräche zwischen den Kriegsparteien.
Auf die Frage nach der Aussicht auf Verhandlungen zuckte Trump die Spannung ab. „Das stört mich nicht“, bemerkte er und fügte hinzu: „Ich meine, lassen Sie sie sich einigen.“
Da die US-Waffenbestände durch den Krieg im Iran stark beansprucht werden, drängt die Ukraine auch darauf, Patriot-Raketen lokal zu bauen. Trump versprach, seine Regierung werde den Vorschlag „prüfen“.
Der Gipfel endete mit einer klaren öffentlichen Botschaft des amerikanischen Präsidenten. Trump schloss sich anderen G7-Staats- und Regierungschefs an, um die Ukraine zu unterstützen, und erklärte schlicht, „Russland solle ein Abkommen schließen.“
Quellen: The Kiew Independent