Der US-Präsident ist der Ansicht, dass Russland bereit ist, ein Abkommen zu schließen.
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Ein 30-minütiges Interview mit Reuters bot dem US-Präsidenten Donald Trump die Gelegenheit, seine Ansichten zu einer Reihe unterschiedlicher Themen darzulegen.
Wenig überraschend gehörte auch die diplomatische Krise zwischen den USA, Dänemark und Grönland zu den angesprochenen Themen, ausgelöst durch Trumps Wunsch, Grönland „zu übernehmen“. Der Präsident wies dabei jüngste Reuters/Ipsos-Umfragen als „fake“ zurück.
Die Umfragen zeigen, dass nur 17 Prozent aller erwachsenen US-Amerikaner den Vorstoß der USA in Richtung Grönland befürworten.
Doch das Interview kam auch auf den Krieg in der Ukraine zu sprechen, der bald in sein fünftes Jahr geht.
Ende 2025 führte ein neuer Anlauf für Frieden – oder zumindest einen Waffenstillstand – in der Ukraine dazu, dass Diplomaten Überstunden machten, um eine Einigung über ein Ende der Kämpfe zu erzielen.
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Leider haben diese Bemühungen zu keinem substanziellen Ergebnis geführt.
Trump macht Selenskyj verantwortlich
Während der Großteil der westlichen Welt den Kreml für die fehlenden Fortschritte verantwortlich macht, da Russland an einer Reihe von Forderungen festhält, die von der Ukraine als inakzeptabel eingestuft werden, gab Trump auf die Frage eines Reuters-Reporters nicht dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Schuld. Stattdessen machte er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verantwortlich.
„Ich glaube, er ist bereit, ein Abkommen zu schließen“, sagte Trump über den russischen Präsidenten. „Ich denke, die Ukraine ist weniger bereit, ein Abkommen zu schließen.“
Er fügte hinzu: „Wir müssen Präsident Selenskyj dazu bringen, mitzugehen.“
Der Krieg zieht sich hin
Seit Russland im Februar 2022 die umfassende Invasion der Ukraine begonnen hat, ist der Krieg nach schnellen anfänglichen russischen Geländegewinnen in einen Abnutzungskrieg übergegangen.
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Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat Russland im Verlauf des Krieges mehr als 1.223.000 Soldaten verloren, davon 1.150 allein in den vergangenen 24 Stunden.
Quellen: Reuters, AP, Ukrainisches Verteidigungsministerium