Neue Details über die Inhaftierung von Nicolás Maduro sind bekannt geworden, während Donald Trump die Spannungen weiter verschärft, indem er andeutet, Venezuela könne zum „51. Bundesstaat“ der USA werden.
In einem kürzlich geführten Interview mit Der Spiegel sind neue Informationen über den ehemaligen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro bekannt geworden.
Das Interview wurde mit Maduros einzigem Sohn geführt, der unter dem Namen „Nicolasito“ bekannt ist. Er erklärte, dass sein Vater in New York inhaftiert sei und sich eine Zelle mit 18 weiteren Insassen teile.
Bereits im Januar wurden Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores von amerikanischen Einsatzkräften in Caracas festgenommen. Später wurden sie in die Vereinigten Staaten überstellt, wo Maduro wegen Narco-Terrorismus und Beteiligung am Kokainschmuggel in die USA angeklagt wurde.
Weist die Vorwürfe zurück
Die Familie hat sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, der Fall sei politisch motiviert.
Nach Angaben von Maduros Sohn habe die Regierung keine Anstrengungen unternommen, Maduro zu schützen. Stattdessen glaube er, dass Venezuela das Risiko einer direkten amerikanischen Intervention unterschätzt habe.
Außerdem wies er Behauptungen zurück, wonach die Vereinigten Staaten inzwischen Venezuela kontrollierten. Er verwies auf die neuen Wirtschaftsreformen des Landes, die laut Der Spiegel Entscheidungen der venezolanischen Behörden selbst seien.
Neuer Konflikt mit Trump
Die Debatte verschärfte sich weiter nach jüngsten Äußerungen von Donald Trump während eines Telefoninterviews mit Fox News.
Trump erklärte, dass er Venezuela auf dem Weg sehe, der 51. Bundesstaat der USA zu werden. Als einen der Gründe nannte er den enormen Ölreichtum des Landes und behauptete zudem, bei den venezolanischen Bürgern beliebt zu sein.
„Venezuela liebt Trump“, sagte Trump während des Gesprächs.
Quellen: Der Spiegel, Fox News