Nach monatelangem öffentlichen Schlagabtausch hat US-Präsident Donald Trump eine deutlich wohlwollendere Einschätzung von Elon Musk abgegeben. Der Stimmungswechsel folgt auf Anzeichen dafür, dass sich die einst enge Beziehung zwischen den beiden Männern nach einem sehr öffentlich ausgetragenen Bruch wieder stabilisieren könnte.
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Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund erneuter Kontakte, die eher auf einen vorsichtigen Neustart als auf eine vollständige Versöhnung hindeuten.
Von Verbündeten
Nach Angaben von UNILAD waren Trump und Musk zuvor enge Verbündete. Musk unterstützte Trump offen während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024 und wurde später zum Leiter des Department of Government Efficiency (DOGE) ernannt, das mit dem Abbau staatlicher Ausgaben betraut war.
Musk verließ die Regierung im Dezember 2024. Kurz darauf erklärte Trump, er sei von Musks Verhalten „enttäuscht“, nachdem Meinungsverschiedenheiten öffentlich ausgetragen worden waren.
Es folgte eine Phase zunehmender und deutlich sichtbarer Distanz zwischen den beiden.
Anzeichen der Annäherung
Im Herbst deutete Trump an, dass der Kontakt wieder aufgenommen worden sei. Auch Musk schlug einen versöhnlicheren Ton an und sagte bei einem Auftritt im November im Podcast von Joe Rogan, Trump sei nicht so „böse“, wie manche Kritiker behaupteten.
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Am Wochenende veröffentlichte Musk ein Foto, das ihn beim Abendessen mit Trump und First Lady Melania Trump zeigt. „Hatte gestern Abend ein schönes Dinner mit @POTUS und @FLOTUS“, schrieb er auf X.
Musk fügte hinzu: „2026 wird großartig!“
Politische Spannungen
Der ursprüngliche Bruch hatte seinen Ursprung in politischen Differenzen. Musk kritisierte Trumps zentrales wirtschaftspolitisches Vorhaben, das der Präsident als ein „großes, schönes Gesetz“ bezeichnete und das auf die Verlängerung von Steuersenkungen sowie eine Neuausrichtung der Bundesausgaben abzielte.
Musk argumentierte, der Plan untergrabe die Bemühungen zur Reduzierung der Staatsverschuldung, und griff die Gesetzesinitiative öffentlich in ungewöhnlich scharfen Worten an.
Während des Streits erhob Musk zeitweise schwerwiegende Vorwürfe gegen Trump, zog diese später jedoch zurück und löschte entsprechende Beiträge offenbar in dem Versuch, die Lage zu entschärfen.
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Trumps Einschätzung
In einem Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One am 4. Januar äußerte sich Trump so positiv wie bislang nicht über den Tech-Milliardär.
„Elon ist großartig“, sagte er und fügte hinzu: „Er ist zu 80 Prozent ein Supergenie und zu 20 Prozent macht er Fehler, aber er ist ein guter Kerl. Er meint es gut.“
Diese Bemerkungen standen in deutlichem Kontrast zu Trumps früher geäußertem Ärger.
Prominenter Rahmen
Fox News berichtete, dass das Abendessen in Trumps Resort Mar-a-Lago in Florida stattfand, einem Ort, der häufig für hochrangige Treffen genutzt wird. Dort fanden zuletzt auch Gespräche mit ausländischen Staats- und Regierungschefs statt, darunter Diskussionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Ob die neu gewonnene Wärme auf eine dauerhafte politische Partnerschaft hindeutet, bleibt ungewiss.
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Quellen: UNILAD, Fox News