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Trumps Äußerungen drängen Kanada zu neuen Verteidigungspartnern

Donald Trump (1)
Joshua Sukoff / Shutterstock.com

Kanada prüft Berichten zufolge den Kauf türkischer Militärdrohnen, da Ottawa bestrebt ist, die Abhängigkeit von amerikanischen Verteidigungslieferanten zu verringern angesichts wachsender politischer Spannungen mit Washington.

Berichten von Middle East Eye zufolge, die von WP Tech zitiert wurden, könnten jüngste Äußerungen von Donald Trump Kanadas Bemühungen beschleunigt haben, seine militärischen Partnerschaften zu diversifizieren.

Veränderte Prioritäten

Ein mit den Gesprächen vertrauter Beamter teilte Middle East Eye mit, dass kanadische Führungspersönlichkeiten der Verlässlichkeit der Vereinigten Staaten als langfristigem Sicherheitspartner nicht mehr vollständig vertrauten.

Die Bedenken hätten sich Berichten zufolge verstärkt, nachdem Trump wiederholt kontroverse Äußerungen über Kanada gemacht habe, einschließlich Andeutungen, das Land könne Amerikas „51. Bundesstaat“ werden.

„Viele Menschen in Kanada würden gerne der 51. Bundesstaat sein“, schrieb Trump Anfang dieses Jahres auf Truth Social.

Die Äußerungen lösten in Kanada politischen Gegenwind aus und trugen zu einer größeren Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Beziehungen zwischen den USA und Kanada unter einer möglichen neuen Trump-Regierung bei.

Gespräche über türkische Drohnen

Dem Bericht zufolge befinde sich Ottawa nun in frühen Gesprächen über den Kauf türkischer Drohnen, insbesondere von MALE-Klasse-Systemen, die für Missionen in mittlerer Höhe und mit langer Flugdauer konzipiert sind.

Die türkische Verteidigungsindustrie produziert derzeit mehrere international bekannte Drohnenplattformen, darunter die Bayraktar TB2 und die Bayraktar TB3.

Die größere Bayraktar Akıncı Drohne werde Berichten zufolge ebenfalls in Betracht gezogen als Teil umfassenderer Gespräche.

Kanada sehe Drohnen als einen Bereich an, in dem es Lieferanten leichter diversifizieren könne, im Gegensatz zu großen Systemen wie F-35-Kampfjets oder HIMARS-Werfern, wo bestehende US-Bindungen tief verwurzelt blieben.

Verbesserte Beziehungen

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Kanada und der Türkei war zuvor stark angespannt gewesen.

Im Jahr 2019 verhängte Ottawa Beschränkungen für Waffenexporte und den Verkauf militärischer Technologie an die Türkei nach Ankaras Militäroperationen in Syrien.

Die Beziehungen verbesserten sich später, nachdem die Türkei Schwedens NATO-Mitgliedschaft ratifiziert hatte, was zur Wiederaufnahme von Verteidigungsgesprächen zwischen den beiden Ländern beitrug.

Jüngstes diplomatisches Engagement zwischen Ottawa und Ankara habe Berichten zufolge Bedingungen geschaffen für eine erneute militärische Zusammenarbeit.

Umfassendere Bedenken

Die gemeldeten Verhandlungen spiegeln umfassendere Ängste wider unter einigen US-Verbündeten, sich zu stark auf amerikanische Verteidigungssysteme zu verlassen angesichts der politischen Unsicherheit in Washington.

Mehrere NATO-Länder haben kürzlich geprüft, die heimische Produktion auszubauen oder Lieferanten zu diversifizieren, um eine übermäßige Abhängigkeit von einem einzigen Partner zu vermeiden.

Für Kanada könnten die Drohnengespräche eine umfassendere Neubewertung der Beschaffungsstrategie signalisieren, während sich die geopolitischen Spannungen weiterentwickeln.

Quellen: WP Tech, Middle East Eye