Startseite Krieg Ukrainische Drohnen fliegen an Moskau vorbei, um ein 230 km...

Ukrainische Drohnen fliegen an Moskau vorbei, um ein 230 km entferntes Ziel zu treffen

Ukraine, drones, Russia, Vladimir Putin
miss.cabul / Shutterstock.com

Dies wirft kein gutes Licht auf Putin, da die Drohnen die Luftverteidigung um Moskau umgehen konnten.

Erst wenige Tage ist es her, dass die Ukraine den größten Angriff auf Moskau im Jahr 2026 startete.

Tatsächlich war laut russischen Staatsmedien der ukrainische nächtliche Beschuss zwischen dem 16. und 17. Mai der größte Angriff auf Moskau seit über einem Jahr, und laut den Streitkräften der Ukraine zielten während des Angriffs mehr als 500 ukrainische Drohnen auf die russische Hauptstadt.

Heute Morgen flogen die Drohnen jedoch an der russischen Hauptstadt vorbei und trafen stattdessen ein Ziel 230 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Morgen unter Beschuss

Laut The Kyiv Independent erschütterten am frühen Dienstagmorgen laute Explosionen die Luft in der historischen russischen Stadt Jaroslawl. Es war ein plötzlicher Angriff, und lokale Medien sowie Regierungsvertreter bestätigten schnell, dass ein Drohnenschwarm die Region angegriffen hatte.

Kurz nachdem sich der Rauch verzogen hatte, wandte sich der Gouverneur der Oblast Jaroslawl, Michail Jewrajew, an die Öffentlichkeit. Er bestätigte einen direkten ukrainischen Drohnenangriff.

Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, sperrten die Behörden umgehend eine wichtige Autobahn in Richtung Moskau. Dies führte zu sofortigem Chaos. Der morgendliche Verkehr aus der Stadt kam vollständig zum Erliegen, als die Polizei die Strecke sperrte.

Besorgte Anwohner erhielten dringende Warnungen, sich von der betroffenen Zone fernzuhalten. Sie mussten alternative Routen finden.

Es ist unklar, welche Route die ukrainischen Drohnen nutzten und ob sie sich innerhalb der Reichweite der Moskauer Luftverteidigungssysteme bewegten.

Zur Hauptstadt – und darüber hinaus

Der weitreichende Luftangriff beschränkte sich nicht auf eine einzige Region. Weiter südlich meldete Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin, dass die Hauptstadt ebenfalls eine ähnliche Bedrohung aus der Luft erfolgreich abgewehrt habe.

Russische Luftverteidigungssysteme sollen vier militärische Drohnen direkt über der Hauptstadt abgeschossen haben. Trümmer fielen vom Himmel. Dennoch eilten Rettungskräfte zum Ort des Geschehens, um das Gebiet zu sichern.

Niemand sei verletzt worden, hieß es in den Berichten. Dennoch analysieren offizielle Teams die Einschlagstellen, um das volle Ausmaß der Schäden zu klären.

Angriffe tief im Landesinneren

Diese jüngsten Angriffe verdeutlichen eine bedeutende geografische Verschiebung. Jaroslawl liegt etwa 700 Kilometer von der offiziellen ukrainischen Grenze entfernt. Die Stadt befindet sich tief im russischen Territorium.

Die Stadt liegt außerdem etwa 230 Kilometer nordöstlich von Moskau. Unterdessen liegt ein weiteres Zielgebiet in Südrussland, Rostow am Don, etwa 230 Kilometer von den aktiven Frontlinien entfernt.

Die Ukraine startet häufig tiefreichende Luftangriffe gegen kritische russische Ölinfrastruktur. Das Ziel ist einfach: Indem Kiew lukrative Energieeinnahmen unterbindet, schwächt es aktiv Moskaus Fähigkeit, Krieg zu führen.

Quellen: Russische Lokalmedien, Telegram-Kanäle, Reuters, CNN, The Kyiv Independent, The Moscow Times, TASS