Trumps jüngste öffentliche Veranstaltung kämpft Berichten zufolge darum, eine weitere Blamage wegen geringer Zuschauerzahlen zu vermeiden.
Donald Trump wird voraussichtlich das Finale eines der patriotischen Vorzeigeveranstaltungen seiner Regierung diese Woche anführen, doch Organisatoren sollen Berichten zufolge in letzter Minute versuchen, leere Sitzreihen zu vermeiden.
Laut The Daily Beast hat Freedom 250 – die MAGA-nahe Organisation hinter den Patriot Games und anderen Veranstaltungen zum 250. Jahrestag Amerikas – wiederholt E-Mails verschickt, in denen die Menschen dringend gebeten werden, am Finale am Dienstag in Ohio teilzunehmen, wo Trump auftreten soll.
Dringender Aufruf zur Teilnahme
Die Patriot Games wurden von Trump im Dezember als landesweiter Wettbewerb vorgestellt, bei dem jeweils ein männlicher und ein weiblicher Highschool-Athlet aus jedem Bundesstaat und US-Territorium antreten.
Die viertägige Veranstaltung bringt 120 Teilnehmer im Alter von 14 bis 17 Jahren zusammen, wobei es um College-Stipendien im Wert von 250.000 US-Dollar geht.
Während das im Fernsehen übertragene Finale näher rückt, haben die Organisatoren ihre Bemühungen verstärkt, Zuschauer anzuziehen.
„DAS WOLLEN SIE NICHT VERPASSEN.“
Eine Werbe-E-Mail fordert die Empfänger auf, sofort zuzusagen, und verspricht einen Abend mit Präsident Donald J. Trump, studentischen Athleten, die um Stipendien kämpfen, und einer national im Fernsehen übertragenen ESPN-on-ABC-Primetime-Sendung.
Trump beschrieb die Patriot Games ursprünglich als eine „beispiellose“ Feier des 250. Geburtstags Amerikas.
Die Ankündigung löste schnell Vergleiche mit Die Tribute von Panem aus, wobei Kritiker Parallelen zwischen Teenagern zogen, die in einem national im Fernsehen übertragenen Wettbewerb antreten.
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom schaltete sich damals in die Diskussion ein, indem er die berühmte Zeile aus der Filmreihe zitierte:
„Mögen die Chancen stets zu Ihren Gunsten stehen.“
Wettbewerb bereits im Gange
Die Spiele begannen am Wochenende, wobei die Teilnehmer vor Familienmitgliedern, geladenen Gästen und Offiziellen antraten.
Zu den Disziplinen gehörten Völkerball, Kickball und ein militärisch inspiriertes Ausdauertraining mit Reifenwürfen, Hangelleitern, Kletternetzen und Balancehindernissen.
Frühere Berichte deuteten auch darauf hin, dass Bewerber Vorspielvideos einreichen, den Wettbewerb in sozialen Medien bewerben und Fragen dazu beantworten mussten, was Amerika für sie bedeutet. Die Teilnehmer stimmten auch umfangreichen Filmaufnahmen als Teil der Fernsehproduktion zu.
Trumps Auftritt erfolgt kurz nach der Great American State Fair, einer weiteren Freedom-250-Veranstaltung, die wegen geringer Besucherzahlen und ihrer stark MAGA-thematisierten Präsentation kritisiert wurde.