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„Trumps Tod ist der gemeinsame Wunsch“: USA nach iranischer TV-Kopfgeld-Drohung in hoher Bereitschaft

Donald Trump
noamgalai / Shutterstock.com

Ein iranischer Fernsehsender sorgte für internationale Besorgnis, nachdem er Zuschauer dazu aufgerufen hatte, ein Kopfgeld für die Ermordung von US-Präsident Donald Trump zu stiften.

Eine iranische Fernsehübertragung sorgte kürzlich für erhebliche internationale Besorgnis.

Die Moderatorin Miriam Kasemi rief ihr Publikum offen dazu auf, ein Kopfgeld auf US-Präsident Donald Trump zu finanzieren.

In der Sendung auf dem Kanal Koran TV forderte sie die Zuschauer auf, für eine Belohnung für die Ermordung zusammenzulegen, wie das polnische Nachrichtenportal o2 berichtet.

Die Moderatorin stellte die dramatische Bitte als Ausdruck einer gemeinsamen nationalen Stimmung dar.

„Die Nachricht von Trumps Tod ist der gemeinsame Wunsch der gesamten iranischen Nation“, sagte sie auf Sendung.

„Wie viel sind Sie bereit, der Person zu geben, die ihn tötet? Ich hoffe, der Betrag wird beeindruckend sein.“

Dürftiges Kopfgeld

Zuschauer reagierten schnell und sagten während der Sendung eine Gesamtsumme von 81 Milliarden Toman zu.

Ein als Gast anwesender Unternehmenseigentümer erhöhte die Endsumme weiter, indem er zusätzliche 19 Millionen Toman beisteuerte.

Doch die schiere Größe dieser Zahl erwies sich als trügerisch. Aufgrund des katastrophalen Verfalls der iranischen Landeswährung entsprach die gesamte aufgebrachte Summe lediglich 435 US-Dollar.

US-Geheimdienste weigerten sich, die Aktion als Scherz abzutun. Trotz der winzigen Auszahlung in Dollar stuften die US-Sicherheitsdienste die Fernsehübertragung umgehend als ernsthafte Bedrohung ein, berichtet o2.pl.

Erhöhte Flugsicherheit

Laut o2.pl waren bereits Wochen zuvor Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden.

Daten des Middle East Media Research Institute verdeutlichen, wie die Übertragung weltweit auf breite Kritik stieß.

Analysten merkten an, dass selbst symbolische Finanzierungsaktionen eine gefährliche Unruhe in eine ohnehin schon heikle geopolitische Konfrontation bringen.

Militärische Scharmützel und Streitigkeiten über den Zugang zur See in der Straße von Hormus halten beide Nationen seit Monaten in Atem.

Da die Friedensgespräche derzeit stocken, drohen selbst kleinere Medienaktionen die diplomatischen Bemühungen weiter zu belasten.

Ein breiteres Bedrohungsszenario

Die im Fernsehen übertragene Kopfgeld-Aktion fiel in eine Zeit, in der sich die US-Behörden bereits mit einem breiteren und zunehmend ernsteren Bedrohungsszenario rund um Trump befassen mussten.

Reuters berichtete, dass Israel Washington wiederholt vor angeblichen iranischen Plänen zur Ermordung des Präsidenten gewarnt habe, einschließlich möglicher Angriffe durch Scharfschützen, Messer und schultergestützte Raketen.

Obwohl die US-Geheimdienste einige der Warnungen nicht unabhängig verifizieren konnten, traf der Secret Service dennoch außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahmen.

Während Trumps Reise in die Türkei verlegten Agenten ihn nach einer israelischen Warnung, dass der Iran versuchen könnte, ihn während des Fluges ins Visier zu nehmen, heimlich von der Air Force One in ein anderes Flugzeug.

Der Vorfall verdeutlicht den schwierigen Spagat, vor dem US-Beamte stehen: Selbst unbestätigte Erkenntnisse können umfassende Sicherheitsmaßnahmen auslösen, wenn das Leben des Präsidenten auf dem Spiel steht.