Ukrainische Beamte berichten, dass russische Angriffe am zweiten Tag eines von den Vereinigten Staaten angekündigten, vermeintlichen dreitägigen Waffenstillstands mehrere Zivilisten verletzt haben.
The Moscow Times berichtete, dass trotz einer spürbaren Reduzierung der Langstrecken-Drohnenangriffe Kämpfe und Angriffe in mehreren ukrainischen Regionen fortgesetzt wurden.
Verletzungen halten an
Nach Angaben ukrainischer Behörden wurden am Sonntag bei russischen Angriffen mindestens neun Menschen verletzt.
In der Region Dnipropetrowsk sagte Gouverneur Oleksandr Hanzha, ein dreijähriges Mädchen und ein 23-jähriger Rettungshelfer seien bei Drohnenangriffen verletzt worden.
„Die Rettungskräfte waren auf dem Weg in das Dorf Myriwska, um den Anwohnern zu helfen, als ihr Feuer- und Rettungsfahrzeug von einer feindlichen Drohne angegriffen wurde“, sagte Hanzha.
Südliche Regionen getroffen
The Moscow Times berichtete, dass vier weitere Menschen bei Angriffen auf die südliche Region Cherson verletzt wurden.
Beamte sagten, unter den Verletzten befänden sich ein 19-Jähriger und ein 53-jähriger Stadtratsmitarbeiter.
Behörden in der benachbarten Region Mykolajiw meldeten ebenfalls Verletzte, nachdem eine Drohne ein Zivilfahrzeug getroffen hatte.
Waffenruhe unter Druck
Ein separater Drohnenangriff in der Region Saporischschja verletzte nach Angaben regionaler Beamter einen weiteren Zivilisten.
Der temporäre Waffenstillstand wurde am Freitag von US-Präsident Donald Trump angekündigt, der sagte, sowohl Russland als auch die Ukraine hätten zugestimmt, die „kinetische“ Kriegsführung für drei Tage auszusetzen, während ein großer Gefangenenaustausch durchgeführt werde.
Die Vereinbarung sah Berichten zufolge vor, dass beide Seiten jeweils 1.000 Gefangene austauschen sollten.
Gegenseitige Vorwürfe
Das russische Verteidigungsministerium warf der Ukraine vor, den Waffenstillstand innerhalb von 24 Stunden mehr als 16.000 Mal verletzt zu haben, darunter Tausende mutmaßlicher Drohnenangriffe.
The Moscow Times stellte fest, dass die von den USA geführten Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in den letzten Monaten kaum Fortschritte gemacht haben.
Seit dem Beginn der umfassenden russischen Invasion im Jahr 2022 hat sich der Konflikt zu Europas tödlichstem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt und Hunderttausende militärische und zivile Opfer gefordert.
Quellen: The Moscow Times, ukrainische Regionalbehörden.