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UN-Abstimmung setzt Regierungen weltweit wegen Emissionen unter Druck

UN-Abstimmung setzt Regierungen weltweit wegen Emissionen unter Druck
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Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat eine neue Resolution verabschiedet, die die Verantwortung von Regierungen zur Bewältigung des Klimawandels und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bekräftigt.

Dieser Schritt folgt auf ein wegweisendes Gutachten des Internationalen Gerichtshofs, das besagt, dass Staaten verbindliche Verpflichtungen zur Bewältigung der Klimakrise haben, berichtet DR News.

Starke Unterstützung bei den Vereinten Nationen

Die Resolution wurde am Mittwochabend mit Unterstützung von 141 Ländern verabschiedet.

Acht Nationen stimmten dagegen, darunter die Vereinigten Staaten, Russland und Iran, während 28 Länder sich der Stimme enthielten.

Laut den Vereinten Nationen fordert die Resolution die Regierungen auf, „alle möglichen Schritte“ zu unternehmen, um schwere Umwelt- und klimabedingte Schäden zu verhindern.

Die Maßnahme wurde vom pazifischen Inselstaat Vanuatu eingebracht, einem der Länder, die als am anfälligsten für steigende Meeresspiegel und extreme Wetterereignisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel gelten.

Gutachten des IGH erhält Unterstützung

Die Resolution baut auf einem im vergangenen Jahr vom Internationalen Gerichtshof (IGH) erlassenen Gutachten auf.

Obwohl das Gutachten des IGH nicht rechtsverbindlich ist, stellte es fest, dass Regierungen rechtliche Verpflichtungen haben, Emissionen zu reduzieren und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Das Gericht schlug zudem vor, dass Länder, die ernsthafte Klimaschäden erleiden, in einigen Fällen Entschädigung fordern könnten.

Die Billigung durch die UN-Generalversammlung wird als zusätzliche politische Gewichtung dieser Erkenntnisse betrachtet.

Druck auf Regierungen

Der verabschiedete Text fordert die Staaten auf, in gutem Glauben zusammenzuarbeiten und Klimaschutzmaßnahmen international zu koordinieren.

Er betont auch, dass Klimapolitiken grundlegende Rechte schützen sollten, einschließlich des Rechts auf Leben, Gesundheit und einen angemessenen Lebensstandard.

UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die Abstimmung als ein wichtiges Signal der Unterstützung für Klimagerechtigkeit und internationales Recht.

„Diejenigen, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind, zahlen den höchsten Preis. Diese Ungerechtigkeit muss enden“, schrieb Guterres auf X.

Fokus auf Klimagerechtigkeit

Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Abstimmung ebenfalls.

Camile Cortez, eine Aktivistin für Klimagerechtigkeit bei Amnesty International, sagte, die Resolution könnte die globale Klima-Rechenschaftspflicht für die kommenden Jahre beeinflussen.

Die Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, da immer mehr Länder rechtlichem Druck wegen ihrer Klimapolitik, Emissionsziele und Umweltschäden im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen ausgesetzt sind.

Obwohl die Resolution selbst nicht rechtlich durchsetzbar ist, sagen Experten, dass sie zukünftige internationale Rechtsfälle im Zusammenhang mit der Klimaverantwortung stärken könnte.

Quellen: DR News, Reuters, United Nations, Amnesty International