Taucher in Okinawa helfen Wissenschaftlern dabei, wichtige Daten zu sammeln, um gefährdete Meeresarten zu schützen.
Taucher, die Okinawa besuchen, haben nun die Möglichkeit, während ihrer Erkundung des Meeres zur wissenschaftlichen Forschung beizutragen.
Mit einem neuen Überwachungsprogramm ruft PADI Taucher dazu auf, aktiv Beobachtungen zu melden, die die Forschung über das marine Tierleben unterstützen können.
Das Projekt wurde in den japanischen Gewässern rund um Okinawa gestartet, wo mehrere Meeresarten unter Druck stehen. Ziel ist es, Daten zu sammeln, die Forscher und Naturschutzorganisationen zum Schutz des Meereslebens nutzen können.
Laut BBC lernen die Teilnehmer, während ihrer Tauchgänge Beobachtungen zu erfassen und anschließend Fotos sowie Informationen in eine globale Datenbank hochzuladen.
Korallenriffe in Gefahr
Der Bedarf an mehr Wissen über die Meeresumwelt ist gestiegen, da die Korallenriffe rund um Okinawa zunehmend unter Druck geraten.
Steigende Meerestemperaturen haben die Korallenriffe in vielen Gebieten geschwächt und sie anfälliger für die Folgen der Erwärmung gemacht, berichtet die BBC.
Die Auswirkungen reichen weit über die Korallen selbst hinaus. Die Zerstörung der Korallenriffe beeinträchtigt das gesamte Ökosystem, da viele Arten die Riffe sowohl zur Nahrungssuche als auch als Schutzraum nutzen.
„Deshalb haben wir den Global Shark and Ray Census gemeinsam mit dem neuen Spezialkurs ins Leben gerufen“, erklärte Samantha Pearson, Global PR Director bei PADI. „Deshalb haben wir uns auch entschieden, das Projekt hier in Japan zu starten.“
Jede Beobachtung zählt
Im Rahmen des Projekts erfassen die Taucher Arten, Anzahlen und Standorte. Selbst Tauchgänge ohne Sichtungen von Haien oder Rochen können für Forscher wertvoll sein, da sie dazu beitragen, ein genaueres Bild von der Verbreitung der Tiere zu erhalten.
Forscher können einzelne Mantarochen anhand der charakteristischen Zeichnungen auf ihrer Unterseite identifizieren, die von Tier zu Tier unterschiedlich sind.
Von Tauchern eingereichte Fotos ermöglichen es, einzelne Tiere über längere Zeiträume hinweg zu verfolgen, so die BBC.
Die Daten sollen künftig von Forschern und Naturschutzorganisationen genutzt werden, um Bestandsentwicklungen zu überwachen und den Schutz einiger der gefährdetsten Arten der Meere zu verbessern.
Quellen: BBC