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Elon Musk richtet eine scharfe juristische Drohung an ein Filmteam wegen der Behauptung über Weltraumlaser

Elon Musk richtet eine scharfe juristische Drohung an ein Filmteam wegen der Behauptung über Weltraumlaser
Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

Wenn globale Milliardäre unter intensiver öffentlicher Beobachtung stehen, verlagert sich das Schlachtfeld oft vom Sitzungssaal in den Gerichtssaal.

Dokumentarfilme, die hochrangige Persönlichkeiten beleuchten, sorgen regelmäßig für Spannungen. Aber selten prallen private Textnachrichten und Orbitaltechnologie in einem öffentlichen Streit aufeinander.

Elon Musk hat eine rechtliche Warnung gegen die Macher eines kommenden Dokumentarfilms ausgesprochen. Ein Anwalt, der den Milliardär vertritt, verschickte ein Schreiben, in dem er Änderungen an dem Film forderte, bevor dieser das Publikum erreicht.

Der Streit dreht sich um private Nachrichten, die vor der Wahl 2024 verschickt wurden.Die Textnachrichten gingen an Ashley St. Clair, eine ehemalige Partnerin, mit der Musk ein gemeinsames Kind hat.

In den Nachrichten behauptete Musk laut NPR, er sei „optimistischer“, was einen Wahlsieg von Donald Trump angehe. Er erklärte diesen Sinneswandel mit der Aussage: „Morgen entfesseln wir die Anomalie in der Matrix.“

Erklärung der Anomalie

Auf Nachfrage nach Details behauptete Musk, er würde „‚Laser‘ aus dem Weltraum“ anzapfen, und fügte hinzu: „Ich habe gerade über 10.000 Laser im Weltraum.“

Während eines Interviews vor der Kamera hinterfragte der Filmemacher Alex Gibney, ob diese Nachrichten tatsächlich auf Hardware von SpaceX hindeuteten.

St. Clair gab eine direkte Antwort. „Ich wüsste nicht, wo er sonst noch Laser haben sollte“, sagte sie zu Gibney.

Dieser Wortwechsel löste eine heftige Reaktion von Musks Anwaltsteam aus.

Der Anwalt Alex Spiro argumentierte, der Film verbreite eine widerlegte Verschwörungstheorie, die Starlink-Satelliten mit Wahlbetrug in Verbindung bringe, berichtet NPR.

Verteidigung des Projekts

Spiro wies jegliche Verbindung zwischen dem Unternehmen und Wahlmaschinen zurück.

Er merkte an, dass „die Satelliten von Starlink über Laser-Intersatellitenverbindungen kommunizieren; das ist es, was ‚Laser im Weltraum‘ beschreibt.“

Die Produktionsfirma Jigsaw Productions wehrte sich umgehend.

In einer Erklärung gegenüber NPR berief sich das Studio auf sein „Recht, sich an offenen Debatten und faktenbasierten Untersuchungen mächtiger Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu beteiligen“, als Schutz durch den Ersten Verfassungszusatz (First Amendment).

St. Clair fand das juristische Imponiergehabe lächerlich.

Sie sagte dem Sender, dass „sie eher den Mars kolonisieren, als eine Verleumdungsklage gegen Alex Gibney zu gewinnen“.

Hohe Hürde für Gerichte

Musk hat den Film auf seiner Plattform X öffentlich angegriffen. Er bezeichnete das Projekt als „Schmähartikel“, der darauf abziele, „einen falschen Film zu fabrizieren“.

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Rechtsexperten deuten an, dass ein Sieg vor Gericht schwierig werden dürfte. Genevieve Lakier, Juraprofessorin an der University of Chicago, erklärte gegenüber NPR, dass das Team des Milliardärs „tatsächlichen Vorsatz“ beweisen müsse.

Lakier stellte diesen hohen Standard klar und merkte an, dass „selbst wenn die Dokumentation eine Aussage enthielte, die sich als falsch herausstellt, dies kein tatsächlicher Vorsatz ist“.

Trotz der juristischen Drohungen zieht der Film weiterhin weltweite Aufmerksamkeit auf sich. TV 2 berichtet, dass erste Rezensenten das Projekt als epische Machtstudie und als dokumentarischen Horrorfilm beschreiben.

Quellen: NPR, TV 2, Elon Musk / X