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Großbritannien, EU und Kanada im Fadenkreuz: Trump-Regierung strebt neue Zölle wegen „Zwangsarbeit“ an

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Sechzig Nationen stehen auf der Liste, doch die Zölle variieren.

Erinnern Sie sich an den „Liberation Day“? Den 2. April 2025?

Sie wissen schon, den Tag, an dem Donald Trump umfassende Zölle ankündigte, die sich im Grunde gegen jedes Land der Welt richteten.

Dies stürzte die globalen Märkte ins Chaos. Doch nach Monaten der Ungewissheit über die Rechtmäßigkeit der umfassenden Zölle erklärte der Oberste Gerichtshof der USA diese für illegal, da Trump das angeführte Gesetz nicht zur Verhängung dieser Zölle nutzen konnte.

Seitdem haben die USA begonnen, Unternehmen Milliarden von Dollar zurückzuzahlen, doch Trump ist mit den Zöllen noch nicht fertig.

Tatsächlich hat seine Regierung gerade eine neue Runde von Zöllen vorgeschlagen, die eine Reihe traditioneller Verbündeter treffen würde.

Eine neue Handelsbarriere

Laut BBC und CBS News führte die US-Regierung am Dienstag neue Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent für Dutzende von Ländern ein.

Die Maßnahmen richten sich gegen 60 Handelspartner weltweit. Die umfangreiche Liste umfasst Verbündete wie Großbritannien, die EU, Kanada und Japan.

Dieser aggressive Schritt erfolgt inmitten wachsender Besorgnis des Weißen Hauses über internationale Arbeitsstandards. Das US-Handelsministerium leitete bereits im März eine Untersuchung gegen diese Partner ein.

Am Dienstag gaben Beamte bekannt, dass alle 60 Volkswirtschaften es versäumt hätten, mit Zwangsarbeit hergestellte Waren zu verbieten oder zu blockieren.

Das Wiederaufleben von Trumps Handelspolitik

Dies ist das zweite Mal, dass Präsident Donald Trump umfassende Importzölle vorantreibt, seit er einen schweren Rückschlag vor dem Obersten Gerichtshof der USA erlitt.

Trump kritisierte diese Entscheidung damals scharf, nannte das Urteil schrecklich und bezeichnete die Richter, die sich ihm widersetzten, als Narren. Das Gericht hatte geurteilt, dass seine früheren Zölle vom „Liberation Day“ völlig rechtswidrig gewesen seien.

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer verteidigte die Strategie in einer Erklärung vehement und sagte, dass das aktuelle System „eine Dynamik schaffe, in der amerikanische Arbeitnehmer gezwungen seien, global unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu konkurrieren“.

Schockwellen auf den globalen Märkten

Die betroffenen Länder sehen sich unterschiedlichen Zollsätzen gegenüber, abhängig von ihren nationalen Gesetzen.

Ein Zoll von 10 Prozent wird 16 Volkswirtschaften treffen, die teilweise Verbote eingeführt haben, darunter Großbritannien und Mexiko.

Ein höherer Zoll von 12,5 Prozent wird für Länder ohne entsprechende Beschränkungen gelten, etwa China und Indien.

Finanzexperten warnen, dass diese umfassenden Maßnahmen schnell die Verbraucher treffen werden. Susannah Streeter, Chef-Anlagestrategin beim Wealth Club, bemerkte, dass die Entscheidung alte Handelskonflikte während einer globalen Energiekrise wieder aufleben lassen werde.

„Es wird als eine Möglichkeit angesehen werden, Trumps Agenda durch eine andere Tür durchzusetzen“, sagte Streeter laut City AM.

Sie wies darauf hin, dass der breite Geltungsbereich der Maßnahme Regionen wie die Europäische Union betreffe, die bereits strenge Schutzmaßnahmen gegen Sklaverei habe.

Quellen: US-Handelsministerium, Internationale Arbeitsorganisation, Wealth Club, BBC, City AM, CBS News