Er hat zuvor behauptet, sie habe ihn „angefleht, ein gemeinsames Foto zu machen“.
US-Präsident Donald Trump hat seinen öffentlichen Streit mit der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni neu entfacht.
Am Sonntagabend teilte der Präsident auf Truth Social ein Foto, das die beiden Staats- und Regierungschefs zusammen zeigte, und fügte die scharfe Bildunterschrift „Restraining order needed.“ hinzu.
Die Online-Beleidigung erfolgte nur wenige Stunden, bevor beide Politiker zu einem hochrangigen NATO-Gipfel nach Ankara reisen sollten. Sie markiert eine deutliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen Washington und Rom, die sich in den vergangenen Monaten zunehmend abgekühlt haben.
Die italienische Zeitung Corriere della Sera berichtete, dass die Regierung in Rom nicht plane, auf die Provokation zu reagieren. Stattdessen verbrachten die Premierministerin und Außenminister Antonio Tajani die Nacht damit, sich auf eine ruhige Strategie zu verständigen. Sie wollen die Provokation einfach ignorieren.
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Um Fotos betteln
Während die offizielle Reaktion zurückhaltend bleibt, eilten andere Politiker im Inland herbei, um ihre Regierungschefin zu verteidigen.
Der Oppositionspolitiker Carlo Calenda äußerte seinen Zorn auf X und schrieb: „Trump ist ein verabscheuungswürdiger kleiner Tyrann. Volle Solidarität mit der Premierministerin.“
Das Zerwürfnis zwischen den beiden Regierungen begann bereits im Juni. Trump sagte in einem Interview, Meloni habe ihn „angefleht, ein gemeinsames Foto zu machen“, und er habe nur „aus Mitleid“ zugestimmt.
Die italienische Premierministerin erwiderte, die Behauptungen seien „völlig erfunden“, und bekräftigte, dass „weder ich noch Italien betteln“. Dieser öffentliche Schlagabtausch führte schnell dazu, dass Tajani eine geplante diplomatische Reise in die Vereinigten Staaten absagte.
Risse im Bündnis
Der persönliche Streit geht mit einer umfassenderen amerikanischen Kritik am westlichen Militärbündnis einher. Erst vor wenigen Tagen beklagte Trump, es sei „lächerlich“, dass die Vereinigten Staaten ihre „Einbahnstraßen“-Beziehung zur NATO fortsetzten.
„Sie haben uns nicht beigestanden!!!“, postete Trump online und argumentierte, dass Washingtons Verhältnis zur Allianz „nicht wechselseitig“ sei. Er untermauerte seine Aussage, indem er eine Grafik zu den Militärausgaben veröffentlichte.
Spannungen in der Nahostpolitik und über die Verteidigungsbudgets sorgen weiterhin für tiefe Gräben im Vorfeld des Ankara-Gipfels. Beobachter erwarten eine kühle Atmosphäre, wenn die verbündeten Staats- und Regierungschefs zusammenkommen, um über die globale Sicherheit zu beraten.
