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Mitarbeiterflucht aus Trumps Regierung setzt sich fort: Top-Berater verlässt das Weiße Haus

Donald Trump / JD Vance
Philip Yabut / Shutterstock

Das Ausscheiden eines wichtigen Legislativbeamten ist an sich undramatisch. Es wirft jedoch Fragen nach den langfristigen Auswirkungen für die Trump-Regierung auf.

In der Trump-Regierung gab es in den letzten Wochen viele Personalwechsel.

Zuerst verließ Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, abrupt ihre Position nach ihrer Rückkehr aus dem Mutterschutz.

Nun verlässt auch ein wichtiger legislativer Berater Trumps das Weiße Haus, kurz bevor die Midterms anstehen.

Abschied vom Weißen Haus

James Braid verlässt offiziell seine Position als Direktor des Büros für legislative Angelegenheiten des Weißen Hauses. Vizepräsident JD Vance gab die Entscheidung am Donnerstag in einem Beitrag auf X bekannt und verwies auf Braids Verdienste in hochbrisanten politischen Auseinandersetzungen.

Bevor er seine Rolle im Weißen Haus übernahm, leitete Braid Vances Legislativteam im Senat. Vance lobte seinen Top-Mitarbeiter.

„James ist nicht nur brillant, er ist auch einer der fleißigsten Mitarbeiter, die man je treffen wird. Er war in jedem Kampf an meiner Seite, vom ersten Tag in meinem Senatsbüro über den Übergang bis hin zur transformativen zweiten Amtszeit des Präsidenten. Er hat dem Präsidenten mit Auszeichnung gedient, und ich könnte nicht stolzer auf ihn sein“, schrieb Vance auf X. Er fügte hinzu, er sei „sehr gespannt, was er als Nächstes tun wird“.

Ein wichtiges Puzzleteil geht verloren

Ein Beamter des Weißen Hauses teilte CNN mit, dass Braid voraussichtlich eine neue Rolle in der Privatwirtschaft übernehmen wird. Er scheidet weniger als drei Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen im November aus.

James Braid war auch Trumps dienstältester Direktor für legislative Angelegenheiten und ihm wird zugeschrieben, einige der umstritteneren Gesetzesentwürfe durchgebracht zu haben.

Einer davon war die Verabschiedung des „One Big Beautiful Bill Act“ (OBBBA), der Steuern senkt, aber auch etwa 1 Billion US-Dollar bei den staatlichen Gesundheitsprogrammen einspart.

Abschied kurz vor den Midterms

Sein Ausscheiden erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Republikanische Partei, die sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat behalten möchte. Angesichts harter Zwischenwahlkämpfe, die die Parteikontrolle bedrohen, stellt der Verlust eines Top-Strategen eine neue Herausforderung in Washington dar.

Es wirft auch die Frage auf, was dies für Trump und seine Partei im November bedeuten wird. Sind die ausscheidenden Beamten einfach nur ausgebrannt, weil sie lange Zeit dieselbe Position in der Trump-Regierung innehatten?

Oder deuten sie die Zeichen der Zeit hinsichtlich eines möglichen Verlusts eines oder beider Häuser in etwa drei Monaten? Die Zeit wird es zeigen.