Es ist jedoch unklar, ob der Wutausbruch die Entscheidung tatsächlich rückgängig macht.
Nach zwei tödlichen Schusswaffenangriffen in Houston und Maine innerhalb von weniger als einer Woche beschlossen Bundesbeamte, die meisten von der Einwanderungsbehörde ICE durchgeführten Verkehrskontrollen vorübergehend auszusetzen.
Laut CNN wies die vorläufige Regelung die Beamten an, diese Fahrzeugkontrollen weitgehend einzustellen. Vertreter des Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security) hatten Sicherheitsmaßnahmen geprüft, nachdem zwei Männer getötet worden waren, die nicht die eigentlichen Zielpersonen gewesen waren.
Verkehrskontrollen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen der ICE, und Quellen sagten CNN, dass Donald Trump vor Bekanntwerden der Entscheidung nicht darüber informiert worden sei.
Doch man kann mit Sicherheit sagen, dass Trump alles andere als erfreut war, als er davon erfuhr.
Wut an der Spitze
Der Präsident erfuhr durch Medienberichte rasch von der Entscheidung. Er reagierte wütend darauf, dass Kritiker sie als Zeichen der Schwäche darstellten.
Trump nutzte am Mittwochmorgen die sozialen Medien, um die Regelung zu beenden.
„Die radikalen linken Dumokraten würden das gerne sehen, aber das wird unter meiner Aufsicht nicht passieren“, schrieb er auf Truth Social.

Auch prominente Verbündete hatten die Entscheidung scharf kritisiert, und Kommentatoren vermuten, dass diese Kritik eine Rolle bei Trumps Wut gespielt haben könnte.
Die Aussetzung der Verkehrskontrollen wurde am Dienstag von Trumps Grenzbeauftragtem Tom Homan in einem Interview mit Fox News Channel bestätigt.
„Es handelt sich nicht um eine Änderung der Richtlinien, sondern um eine vorübergehende Pause“, sagte Homan und fügte hinzu, dass eine kurzfristige Überprüfung erfolgen werde, um die Sicherheit der ICE-Beamten zu gewährleisten.
Schnelle Kehrtwende
Nach Angaben eines Vertreters des Weißen Hauses wurden die Richtlinien rasch wieder zurückgenommen. Die schnelle Kehrtwende versetzte die Bundesbeamten in große Verunsicherung.
Heimatschutzminister Markwayne Mullin schloss sich mit einer Erklärung wieder der Linie des Präsidenten an:
„Präsident Trump und ich sind einer Meinung. Wir wollen, dass unsere ICE-Beamten alle verfügbaren Möglichkeiten haben, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, während wir unseren Auftrag erfüllen, so viele kriminelle illegale Einwanderer wie möglich aus unserem Land abzuschieben“, sagte Mullin.
Unterdessen plant das Heimatschutzministerium weiterhin, die Sicherheitsbedenken anzugehen, die zu der Richtlinienänderung geführt hatten. Die Behörde hat angekündigt, Beamte im ganzen Land mit Bodycams auszustatten.