Die öffentliche Meinung kann sich nach Beginn einer neuen Amtszeit schnell verändern. Neue Umfragen deuten darauf hin, dass die politische Landkarte in den gesamten USA für Donald Trump ungünstiger geworden ist.
Die Zustimmung zu Präsident Donald Trump ist seit seiner Rückkehr ins Amt im Januar 2025 in allen US-Bundesstaaten gesunken, wie Umfragen von Civiqs zeigen.
Diese Entwicklung ist bedeutsam, weil Zustimmungswerte auf Bundesstaatsebene aufzeigen können, wo sich politischer Druck aufbaut – insbesondere in umkämpften Staaten und einst verlässlichen Hochburgen.
Konservative Bundesstaaten verlieren an Boden
Der Civiqs-Tracker misst die Zustimmung und Ablehnung registrierter Wähler zu Trumps Amtsführung. Die Nettozustimmung ergibt sich aus der Differenz zwischen Zustimmung und Ablehnung.
Laut Newsweek basiert die Analyse auf mehr als 107.000 Antworten, die zwischen dem 20. Januar 2025 und dem 26. Mai 2026 erhoben wurden.
Einige der stärksten Rückgänge wurden in republikanisch geprägten Bundesstaaten verzeichnet. Wyoming bleibt zwar Trumps stärkster Bundesstaat, doch seine Nettozustimmung sank dort von +47 auf +22.
In Kentucky fiel sie von +23 auf 0. Nebraska rutschte von +18 auf -4 ab, während Oklahoma von +31 auf +10 zurückging und Utah von +20 auf +1 fiel.
Besonders bedeutsam ist diese Entwicklung in umkämpften Bundesstaaten, wo bereits kleinere Veränderungen größere politische Folgen haben können.
In Florida sank die Nettozustimmung von +9 auf -12, in Ohio von +8 auf -11 und in Nevada von 0 auf -20.
Unilad hob zudem verschlechterte Werte in Pennsylvania, North Carolina, Nevada, Florida, Ohio und Kentucky hervor. Diese Veränderungen sagen für sich genommen kein Wahlergebnis voraus, deuten jedoch auf ein schwierigeres Umfeld für Trump hin als zu Beginn seiner zweiten Amtszeit.
Ablehnung steigt parallel zum Rückgang der Zustimmung
In mehreren Bundesstaaten handelt es sich nicht nur um einen Verlust an Begeisterung. Gleichzeitig ist auch die Ablehnung gestiegen.
Wyoming zeigt dieses Muster besonders deutlich. Wie Newsweek berichtet, sank die Zustimmung dort von 72 Prozent auf 58 Prozent, während die Ablehnung von 25 Prozent auf 36 Prozent anstieg.
Landesweit weisen die Civiqs-Daten für Trump eine Zustimmung von 37 Prozent und eine Ablehnung von 58 Prozent aus, während 5 Prozent unentschlossen oder gleichgültig sind.
Die bekannte parteipolitische Landkarte ist damit nicht verschwunden. Trump schneidet in vielen republikanisch geprägten Bundesstaaten weiterhin besser ab und bleibt in demokratisch orientierten Staaten äußerst unpopulär.
Verändert hat sich jedoch die Größe seines Vorsprungs. Bundesstaaten, die ihm früher komfortable positive Bewertungen bescherten, weisen nun geringere Vorsprünge, ausgeglichene Werte oder sogar negative Ergebnisse auf.
Das Weiße Haus hat die Betonung von Umfragewerten zurückgewiesen, auf Trumps Wahlsieg 2024 verwiesen und erklärt, die Regierung konzentriere sich weiterhin auf Arbeitsplätze, Inflation und bezahlbaren Wohnraum.
Quellen: Civiqs, Newsweek, Unilad