Jeder träumt davon, fürs Zuhausebleiben bezahlt zu werden. Für Tausende Beamte wurde diese Fantasie kurzzeitig Realität. Doch während sich der Staub legt, wirft die Endabrechnung für dieses massive Experiment landesweit ernste Fragen auf.
Im vergangenen Jahr mussten die Steuerzahler eine Rechnung von fast 9,5 Milliarden US-Dollar begleichen, um Regierungsmitarbeiter zu entschädigen, die keinerlei Arbeit leisteten.
Ein neuer Bericht des Government Accountability Office (GAO) enthüllt, wohin diese massive Summe genau verschwand. Das Time Magazine merkt an, dass die Gelder einen umstrittenen Vorstoß zur Verkleinerung des ausufernden öffentlichen Dienstes finanzierten.
Fast 6,7 Milliarden US-Dollar flossen in ein Programm namens „Deferred Resignation“ (aufgeschobene Kündigung). Diese Initiative lief unter dem „Department of Government Efficiency“, bevor das Amt geschlossen wurde.
Bezahlt, um zu gehen
Anfang 2025 wurde rund zwei Millionen Staatsbediensteten ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet: Sie konnten ihre Arbeitsplätze sofort verlassen und dennoch fast neun Monate lang volle Gehälter und Leistungen beziehen.
Die Personalchefs des Bundes wiesen die Abteilungen an, diese ausscheidenden Mitarbeiter unter einem speziellen Status der bezahlten Abwesenheit zu führen. Die Daten zeigen, dass knapp 140.000 Mitarbeiter das lukrative Angebot annahmen.
Die Kürzungen trafen einige Abteilungen härter als andere. USAID verlor erstaunliche 95 Prozent seiner Mitarbeiter, während das Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security) fast keine Veränderungen verzeichnete.
Jagd nach massiven Einsparungen
Elon Musk leitete die aggressive Effizienzinitiative. Bevor er im vergangenen Mai zurücktrat, versprach er ursprünglich, zwei Billionen US-Dollar aus dem ausufernden Bundeshaushalt zu streichen.
Seine Gruppe gab schließlich Einsparungen von 215 Milliarden US-Dollar an. Wirtschaftsprüfer haben diese Zahl nicht überprüft, und das Rechnungshofamt stellte fest, dass mehreren Berechnungen solide Beweise fehlten.
Scott Kupor leitet das Office of Personnel Management. Er verteidigte die Strategie in einer schriftlichen Antwort und prognostizierte, dass die Personalkürzungen jährlich 20 Milliarden US-Dollar einsparen würden.
„Diese Unterscheidung ist entscheidend: Die Einsparungen wiederholen sich jedes Jahr, während die Kosten für den Verwaltungsurlaub mit dem DRP einmalig anfielen“, sagte Kupor.
Widerstand und Rechtsstreitigkeiten
Der Personalabbau führte zu sofortigen Lücken. Einige Behörden stellten schnell über 20.000 Personen für Rollen ein, die identisch mit denen waren, für deren Niederlegung sie gerade Mitarbeiter bezahlt hatten.
Die Strategie löste auch heftige Rechtsstreitigkeiten aus. Ein Bundesrichter blockierte kürzlich einen Plan, das Personal für das Notfallmanagement zu halbieren, und erklärte den Schritt für rechtswidrig.
Kritiker bleiben empört. Senatorin Patty Murray, eine führende Demokratin, warf der Regierung vor, öffentliche Dienstleistungen zu ruinieren und gleichzeitig Steuergelder zu verschwenden.
„Trump gab Milliarden aus, um erfahrene und dringend benötigte Experten in der gesamten Regierung zu verdrängen“, sagte Murray. „Dies war der teuerste Weg überhaupt, die Regierung schlechter zu machen.“
Quellen: Time Magazine, Government Accountability Office