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Juwelen im Wert von vier Millionen Euro bei einem Museumsraub in Frankreich am Sonntag gestohlen

Police Nationale, France
EricBery / Shutterstock.com

Der Alarm wurde Berichten zufolge ausgelöst, doch die Sicherheitsfirma soll nicht eingegriffen haben.

Eine Bande maskierter Diebe verschaffte sich Berichten zufolge am frühen Sonntagmorgen gewaltsam Zutritt zum Lalique Museum in Wingen-sur-Moder.

Laut AFP zielten die Einbrecher gegen 5:30 Uhr auf den Schmuckraum ab und zerschlugen, sobald sie drinnen waren, sechs Vitrinen.

Sie entwendeten schnell etwa 20 hochwertige Schmuckstücke. Ermittler teilten AFP mit, dass sich der Gesamtschaden auf fast vier Millionen Euro belaufen könnte.

Interessanterweise bestanden die gestohlenen Gegenstände aus Kristall statt aus Edelsteinen. Das bedeutet, dass die Stücke nicht eingeschmolzen werden können.

Aus diesem Grund werden sie auf dem Schwarzmarkt nur äußerst schwer unauffällig zu verkaufen sein.

Die Diebe verschwanden, bevor jemand sie aufhalten konnte. Letztendlich entdeckte eine Reinigungskraft, die um 6:00 Uhr zur Arbeit kam, das Chaos und alarmierte die örtliche Gendarmerie.

Sicherheitsversagen

Der örtliche Bürgermeister äußerte tiefe Verärgerung über die Handhabung der Situation. Christian Dorschner erklärte der Lokalzeitung Les Dernières Nouvelles d’Alsace (DNA), die Museumsalarmanlagen hätten genau wie vorgesehen funktioniert.

Die externe private Sicherheitsfirma habe jedoch angeblich nicht schnell genug reagiert.

„Alle Alarme gingen los, genau wie sie sollten. Und dann gab es bei der Sicherheitsfirma offenbar ein großes Versäumnis ihrerseits: Sie griff nicht sofort ein und informierte die Gendarmen nicht“, sagte Dorschner der Zeitung.

Der Bürgermeister vermutet, dass der Überfall eine hochprofessionelle Operation war. „Sie waren sicherlich gut informiert, um diese Tat auf diese Weise auszuführen; sie müssen … Spezialisten sein“, sagte der Bürgermeister ebenfalls der DNA.

Die Einrichtung war kürzlich nach einem aufsehenerregenden Raubüberfall im Louvre in Paris im vergangenen Oktober, bei dem Diebe Schmuck im Wert von über 80 Millionen Euro in weniger als acht Minuten stahlen, als sensibler Standort eingestuft worden.

Derzeit sichtet die Gendarmeriegruppe Bas-Rhin Überwachungsmaterial, um die maskierte Bande aufzuspüren, während das Museum vorübergehend geschlossen bleibt.