Zu Hause betrunken – Führerschein weg: Schweizer Fall sorgt für Aufsehen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

15 Wochen vor

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09/02/2024
Foto: Shutterstock
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Wie ein Schweizer seinen Führerschein verlor.

Ein 38-jähriger Schweizer erlebte eine unerwartete Wendung, als er nach einer Feier zu Hause seinen Führerschein verlor, obwohl er nicht Auto gefahren war. 

Der Vorfall ereignete sich im September 2023, als die Polizei wegen lauter Musik an seiner Tür klopfte und einen Alkoholtest durchführte, der über zwei Promille ergab.

Zwei Wochen später erhielt der Mann einen Brief, der ihn aufforderte, seinen Führerschein abzugeben, eine Entscheidung, die er und sein Anwalt erfolglos anzufechten versuchten, so tz.de.

Die Begründung für den Entzug des Führerscheins war, dass die Richter aufgrund des hohen Promillewerts eine Alkoholgewöhnung und damit eine Fahruntauglichkeit vermuteten. 

Der Mann, der beteuert, weit weniger Alkohol als der Durchschnitt zu trinken, steht nun vor der Herausforderung, seine Fahreignung nachzuweisen, was ihn rund 1.600 Euro kosten wird. 

Zusätzlich zu den Kosten für den Nachweis kommen noch etwa 4.300 Euro für Anwalt und Einspruch hinzu. 

Dieser Fall wirft die Frage auf, ob ähnliche Maßnahmen auch in Deutschland möglich sind, wo die Polizei laut Straßenverkehrsgesetz Informationen an die Fahrerlaubnisbehörden weiterleiten darf, selbst wenn die betreffende Person nicht am Steuer saß.