Alarmierender Rückruf: Hamburger Gewürzhersteller warnt vor gesundheitsschädlichem Inhaltsstoff

22/11/2023 08:30

Olivia Rosenberg

Rueckrufe
Foto: Shutterstock
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Gesundheitsgefahr im Gewürzregal.

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Ein Hamburger Gewürzhersteller, Orient Gate, hat einen dringenden Rückruf für gemahlenen Kreuzkümmel (Cumin) ausgerufen. Der Grund für diesen Schritt ist eine Belastung des Gewürzes mit Pyrrolizidinalkaloid (PA), einem Pflanzenstoff, der die Leber schädigen kann. 

Betroffen sind laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Packungen der Marke Abido in den Größen 50 und 500 Gramm mit dem Haltbarkeitsdatum 4. April 2025. Dieser Rückruf ist besonders beunruhigend, da es bereits der dritte Rückruf des Unternehmens in diesem Jahr ist.

Kunden, die das betroffene Produkt erworben haben, können es auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihrer Einkaufsstätte zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet. Die Gefahr, die von PA ausgeht, ist nicht zu unterschätzen, da bestimmte PA die Leber schädigen können. Seit dem 1. Juli 2022 gelten in der EU Grenzwerte für PA in Lebensmitteln.

Neben dem aktuellen Rückruf von Cumin war das Unternehmen Orient Gate bereits im Juni in die Schlagzeilen geraten, so berichtet das Hamburger Abendblatt. Zu dem Zeitpunkt wurde das Currypulver der Marke Abido wegen möglicher Rückstände von Ethylenoxid zurückgerufen.

Ähnliche Probleme traten bereits im März mit Abido-Kurkumapulver auf. Im Jahr 2021 musste das Unternehmen Kreuzkümmelkerne zurückrufen, nachdem Salmonellen festgestellt worden waren.

Dieser neueste Rückruf wirft Fragen über die Sicherheitsstandards und Qualitätskontrollen bei der Produktion von Gewürzen auf. Er betrifft nicht nur Hamburg, sondern auch andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Verbraucher auf die Qualität und Sicherheit der Lebensmittel achten, die sie konsumieren.