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Peking-Skandal enthüllt die toxische Welt von Hyrox: „Es ist mein Job, solche potenziellen Vorfälle vorherzusehen – und ich habe es nicht getan“

Hyrox, Fitness
Sandra Sev Jarocka / Shutterstock.com

Aufnahmen eines Athleten, der ein Rennen trotz schwerer Inkontinenz fortsetzte, haben die dunkle, toxische Kultur enthüllt, die das 700-Millionen-Dollar-Fitnessphänomen Hyrox antreibt.

In der Welt des extremen Ausdauersports treibt der unerbittliche Siegeswille die Athleten oft bis an den absoluten Rand.

Doch wenn kommerzieller Druck und persönliches Ego die Überhand gewinnen, kann diese Grenze völlig verschwinden.

Schockierende Aufnahmen von einem kürzlich ausgetragenen Wettkampf in Peking zeigten, wie die australische Läuferin Joanna Wietrzyk ihr Rennen fortsetzte, nachdem sie unter schwerer Stuhlinkontinenz gelitten hatte.

Die 24-jährige Athletin machte einfach weiter, benutzte gemeinsam genutzte Sportgeräte und gewann schließlich die Veranstaltung.

Laut Daily Mail löste das Video der kontaminierten Ausrüstung im Internet eine gewaltige Welle der Entrüstung über grundlegende Hygiene und die Rennleitung aus.

Die Veranstalter des Events desinfizierten schließlich den Veranstaltungsort und veröffentlichten eine offizielle Entschuldigung in den sozialen Medien.

In der Folge übernahm Markenmitbegründer Moritz Fürste die Verantwortung für das Versäumnis. Wie Daily Mail zitiert, erklärte er:

„Hyrox hat einen Fehler gemacht, indem nicht sofort während des Rennens reagiert wurde. Am Ende ist es mein Job, solche potenziellen Vorfälle vorherzusehen – und ich habe es nicht getan.“

Athletin zieht Ergebnis zurück

Die Kontroverse hat inzwischen eine neue Wendung genommen.

Laut ABC News hat sich Wietrzyk dafür entschuldigt, das Rennen fortgesetzt zu haben, und erklärt, sie bereue es, den Kurs nach dem Vorfall nicht verlassen zu haben.

Sie hat sich zudem rückwirkend aus dem Wettkampf in Peking zurückgezogen und auf die von ihr erzielten Punkte verzichtet.

Die Entscheidung fiel nach tagelanger Kritik an den Hygiene-Risiken und der Entscheidung, ihr das Weiterlaufen zu gestatten, während HYROX ebenfalls Schritte eingeleitet hat, um neue Verfahren für den Umgang mit ähnlichen Vorfällen in der Zukunft einzuführen.

Schattenseiten enthüllt

Doch der Vorfall in Asien ist bei Weitem nicht der einzige Skandal, der die rasch wachsende, 700 Millionen Dollar schwere Fitnessmarke erschüttert.

Kritiker argumentieren, dass der Sport eine ungesunde Kultur gefördert habe, in der Ehrgeiz an Obsession grenzt und Athleten dazu verleitet werden, dem Sieg den Vorrang vor der eigenen Würde und Gesundheit einzuräumen.

Diese Obsession hat ihren Preis. Wettkämpfe auf diesem Niveau erfordern erhebliche finanzielle Investitionen.

Wie die BBC laut Daily Mail berichtete, geben Teilnehmer oft bis zu 1.000 Pfund pro Veranstaltung für Logistik und Ausrüstung aus, wobei große globale Finals die Kosten weit über 2.000 Pfund treiben.

Noch düstere Tragödien haben einen langen Schatten auf den Sport geworfen: Zwei Läufer starben, nachdem sie bei Veranstaltungen in Bangkok und Lyon zusammengebrochen waren.

Lokale französische Medien führten den Todesfall in Lyon auf eine „akute Hyperthermie“ zurück, da das Rennen unter extremen Wetterbedingungen stattfand.

Abgesehen von Sicherheitsbedenken sieht sich die Organisation mit einer internen Meuterei konfrontiert.

Freiwillige Helfer protestierten kürzlich gegen geplante Kürzungen ihrer Vergünstigungen, während sich Zuschauer darüber beschwerten, dass Spitzenathleten in Live-Streams Straffreiheit bei Regelverstößen genossen.