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Eine einfache Frage an einen Sprachassistenten führte zu einem unerwarteten Fund

James Ward and family
Arkansas State Parks Media Kit

Die Entdeckung ereignete sich während einer Winterreise, die nie als ernsthafte Schatzsuche geplant war.

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Eine scheinbar harmlose Frage an einen Sprachassistenten löste eine ungewöhnliche Kette von Ereignissen aus, die schließlich mit einem seltenen Edelstein endete. Was als familiäre Neugier begann, wurde zu einem realen Beispiel dafür, wie alltägliche KI-Werkzeuge Entscheidungen weit über den Smartphone-Bildschirm hinaus beeinflussen können.

Die Entdeckung ereignete sich während einer Winterreise, die nie als ernsthafte Schatzsuche geplant war.

Eine Frage zu Hause

Die Idee entstand Anfang Dezember, als ein siebenjähriges Kind seine Eltern fragte, ob es in der Nähe einen Ort gebe, an dem man Kristalle abbauen könne. Seine Mutter nutzte Apples Sprachassistenten Siri, um nach Ausflugszielen in Fahrentfernung zu suchen.

Die Suche führte die Familie zum Crater of Diamonds State Park in Murfreesboro im US-Bundesstaat Arkansas – einem der wenigen Orte weltweit, an denen Besucher nach Diamanten suchen und ihre Funde behalten dürfen. Die Entfernung war groß, aber noch nahe genug, um eine Autofahrt zu rechtfertigen.

Kalte Tage im Gelände

Die Familie traf am 29. Dezember im Park ein und verbrachte mehrere Stunden bei eisigen Temperaturen mit der Suche. Nach fast vier Stunden im Freien erwogen sie, aufzugeben, kehrten jedoch am nächsten Tag für einen weiteren Versuch zurück.

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Am 30. Dezember entdeckte James Ward, ein Highschool-Lehrer aus Texas, beim Durchsieben von Erde nahe dem öffentlichen Suchbereich des Parks einen metallisch glänzenden Kristall, der sich deutlich vom übrigen Material abhob. Er sammelte ihn zusammen mit anderen Funden ein und brachte alles zum Diamond Discovery Center des Parks.

Ein bestätigter Fund

Mitarbeiter des Parks bestätigten, dass es sich um einen braunen Diamanten mit einem Gewicht von 2,09 Karat handelte. Der stellvertretende Parkleiter Waymon Cox beschrieb den Stein als etwa so groß wie ein Maiskorn, mit dem metallischen Glanz, der für Diamanten aus diesem Gebiet typisch ist.

Cox erklärte, dass die Diamanten im Crater of Diamonds tief im Erdmantel entstanden und durch uralte vulkanische Aktivitäten an die Oberfläche befördert wurden. Dabei weisen sie häufig Absplitterungen oder Risse auf, die durch extreme geologische Kräfte entstanden sind.

Zufall und Technologie

Ward blickte später auf das Erlebnis zurück und sagte: „Man kann jederzeit und überall über einen Diamanten stolpern.“ Die Familie nannte den Fund den „Ward-Diamanten“ und hat noch nicht entschieden, ob sie ihn verkaufen wird.

Nach Angaben von Arkansas State Parks war der Fund einer von fünf Diamanten, die im Dezember im Park registriert wurden. Insgesamt wurden dort seit der Ernennung zum State Park im Jahr 1972 mehr als 35.000 Diamanten entdeckt.

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Quellen: Pressemitteilung von Arkansas State Parks