Ein einst dominanter Name in Einkaufsstraßen auf der ganzen Welt schrumpft rasant.
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Das Unternehmen hat eingeräumt, dass weitere Schließungen bevorstehen, obwohl bereits Hunderte Filialen aufgegeben wurden.
Filialschließungen nehmen zu
Der US-amerikanische Videospielehändler GameStop bereitet sich darauf vor, vor dem Ende seines laufenden Geschäftsjahres, das am 31. Januar endet, eine große Zahl weiterer Filialen zu schließen.
In einer im Dezember bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission eingereichten Mitteilung erklärte das Unternehmen,
dass im Rahmen einer laufenden Überprüfung seines stationären Geschäfts eine „erhebliche Anzahl weiterer Filialen“ geschlossen werde.
Wie viele Standorte betroffen sein werden oder wo sie sich befinden, wurde nicht näher ausgeführt.
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Die Ankündigung folgte auf die Schließung von 590 Filialen im Geschäftsjahr 2024.
Globales Netz schrumpft
GameStop ist nicht nur in den Vereinigten Staaten tätig, sondern auch in Europa, Kanada, Australien und Neuseeland.
Laut von Reuters zitierten Unternehmenszahlen betrieb GameStop Anfang 2025 rund 2.325 Filialen in den USA sowie etwa 3.200 weltweit.
Jüngste Beiträge in sozialen Medien zeigen geschlossene Filialen in mehreren US-Bundesstaaten, darunter Ohio, New York und Minnesota.
Ein Filialleiter in Maine, dessen Geschäft am 5. Januar geschlossen wurde, sagte gegenüber The Independent, die Schließung sei auf „Umstände außerhalb unserer Kontrolle“ zurückzuführen.
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Sinkende Umsätze
Die Schwierigkeiten von GameStop sind vor allem auf den Wandel weg vom physischen Kauf von Spielen hin zu digitalen Downloads und Onlinehandel zurückzuführen.
Reuters berichtete, dass der Jahresumsatz des Unternehmens seit 2022 um mehr als 35 Prozent gesunken ist.
Auch der Aktienkurs liegt rund 80 Prozent unter dem Höchststand von 2021, als Privatanleger einen dramatischen, aber kurzlebigen Kurssprung ausgelöst hatten.
Im dritten Quartal 2025 gingen die Umsätze mit Zubehör und Hardware, einschließlich neuer und gebrauchter Spiele, laut Reuters um etwa 12 Prozent zurück.
Schwenk ins Digitale
Das in Texas ansässige Unternehmen hat versucht, sich neu aufzustellen, indem es sein digitales Angebot und den Verkauf von Merchandise ausgeweitet hat.
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Trotz dieser Bemühungen hat der Wandel bislang keine klare finanzielle Trendwende gebracht.
Das Unternehmen hat nicht angegeben, ob über Januar hinaus weitere Schließungen folgen könnten.
Quellen: Reuters, The Independent, Express