Startseite Verbrechen TikToker wegen mutmaßlicher Drohungen gegen Donald Trump festgenommen

TikToker wegen mutmaßlicher Drohungen gegen Donald Trump festgenommen

Courthouse for Knox County old brick building with pillars main entrance
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Bundesermittler geben an, dass ein Social-Media-Konto wiederholt Nachrichten mit Drohungen gegen hochrangige nationale und lokale Amtsträger enthalten habe. Die Vorwürfe werden nun vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Tennessee geprüft.

FBI-Ermittler nahmen den 44-jährigen Garry Lee Williams aus Knoxville am 16. Juli fest. Grundlage war eine Strafanzeige auf Bundesebene, in der ihm vorgeworfen wird, über TikTok Präsident Donald Trump sowie drei weitere Amtsträger bedroht zu haben.

In der Strafanzeige werden außerdem FBI-Direktor Kash Patel, der Sheriff von Knox County, Tom Spangler, sowie der Polizeichef von Knoxville, Paul Noel, als mutmaßliche Zielpersonen genannt, berichtet The Mirror. Williams erschien am 17. Juli vor US-Bundesrichterin Debra C. Poplin am Bundesbezirksgericht für den östlichen Bezirk von Tennessee.

Gegen Williams wurde zunächst auf Grundlage einer Strafanzeige und nicht aufgrund einer Anklage durch eine Grand Jury vorgegangen. Die Vorwürfe wurden bislang nicht vor Gericht geprüft, und ein Termin für den Prozess wurde noch nicht angesetzt.

Die US-Staatsanwaltschaft erklärte, dass ein Haftbefehl sowie eine eidesstattliche Erklärung des FBI öffentlich beim Bundesgericht in Knoxville eingereicht worden seien.

Eidesstattliche Erklärung beschreibt mutmaßliche Drohungen auf TikTok

Die Ermittlungen des FBI begannen, nachdem die Behörde Hinweise auf ein TikTok-Konto erhalten hatte, das mutmaßliche Drohungen gegen Regierungsvertreter und deren Familienangehörige enthalten haben soll, heißt es in der eidesstattlichen Erklärung.

Später identifizierten die Ermittler Williams als den mutmaßlichen Betreiber des Kontos. Den Gerichtsunterlagen zufolge enthielt das Konto Dutzende Beiträge, Fotos und Videos.

Laut The Mirror fanden sich darin Hinweise auf die Tötung von Amtsträgern durch Erschießen, Erhängen oder Enthaupten. In einigen Videos sollen außerdem eine Machete und Gräber erwähnt worden sein.

Beiträge auf dem Konto sollen Amtsträger zudem aufgefordert haben, auf ihre Umgebung zu achten, und Drohungen gegen jüngere Familienangehörige enthalten haben. Andere Nachrichten bezogen sich auf Bundesgebäude, Gerichtsgebäude, Universitätsgelände und Gotteshäuser.

In einem Beitrag soll Trump aufgefordert worden sein, sein Amt niederzulegen, andernfalls müsse er mit Gewalt rechnen. Die eidesstattliche Erklärung beschreibt außerdem Nachrichten, die sich gegen Patel, Spangler und Noel richteten.

Anhörung für August angesetzt

Williams soll am 25. August zu einer vorläufigen Anhörung vor einem Bundesrichter in Knoxville erneut vor Gericht erscheinen.

In der Anhörung wird geprüft, ob die Staatsanwaltschaft ausreichende Beweise vorgelegt hat, um einen hinreichenden Tatverdacht zu begründen. Das Gericht wird dabei beurteilen, ob eine ausreichende Grundlage für die Annahme besteht, dass eine Straftat begangen wurde und Williams sie möglicherweise begangen hat.

Das Verfahren befindet sich in einem frühen Stadium des bundesgerichtlichen Strafverfahrens und entscheidet nicht über die Schuld oder Unschuld von Williams. Es ist zudem vom eigentlichen Prozess zu unterscheiden, in dem die Beweise nach dem höheren Beweismaß geprüft werden, das für eine strafrechtliche Verurteilung erforderlich ist.

Ein Termin für den Prozess wurde bislang nicht bekannt gegeben. Das Verfahren stützt sich weiterhin auf die in der Strafanzeige und der dazugehörigen eidesstattlichen Erklärung enthaltenen Vorwürfe.

Das US-Justizministerium betonte, dass für Williams die Unschuldsvermutung gilt. Die Staatsanwaltschaft muss die ihm vorgeworfene Straftat zweifelsfrei nachweisen, bevor er verurteilt werden kann.

Quellen: The Mirror