AfD bei Europawahl auf Erfolgskurs: Gründe für den Aufstieg

Olivia Rosenberg

1 Woche vor

|

10/06/2024
Welt
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
So gewinnt die AfD an Zustimmung.

Bei der Europawahl erzielte die AfD ein Rekordergebnis und wurde zur zweitstärksten Kraft in Deutschland. 

Trotz zahlreicher Skandale um ihren Spitzenkandidaten Maximilian Krah erhielt die Partei 16,3 bis 16,4 Prozent der Stimmen und sicherte sich 16 Sitze im Europäischen Parlament. 

Vorsitzender Tino Chrupalla betonte im ZDF-Interview die Bedeutung der AfD für die Opposition gegen die Politik von Ursula von der Leyen.

Besonders bemerkenswert ist Der Westen zufolge die Unterstützung der AfD durch die Generation Z und männliche Wähler. 

Laut einer ARD-Analyse machten 21 Prozent der 34- bis 44-Jährigen ihr Kreuz bei der AfD, was einen Zuwachs von acht Prozent im Vergleich zur letzten Europawahl bedeutet.

Auch bei den Erstwählern und der Generation Z konnte die Partei durch ihre erfolgreiche Social Media-Kampagne, insbesondere auf TikTok, punkten und erreichte 17 Prozent, ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zu 2019. 

Hingegen lehnten nur acht Prozent der über 70-Jährigen die AfD ab.

In Ostdeutschland setzte sich die AfD klar als stärkste Kraft durch und erreichte 27,1 Prozent der Stimmen, 7,5 Prozent mehr als vor fünf Jahren. 

Dieses Ergebnis unterstreicht die wachsende Bedeutung der AfD in den neuen Bundesländern, besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen. 

Darüber hinaus hat die Partei Wähler von anderen großen Parteien abgezogen, darunter 610.000 von der CDU/CSU und 580.000 von der SPD.

Der Geschlechterunterschied im Wählerprofil der AfD ist ebenfalls deutlich. Während 20 Prozent der Männer die AfD wählten, waren es bei den Frauen nur 13 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die AfD vor allem bei männlichen Wählern an Zustimmung gewonnen hat.