Angriff mit politischem Motiv: Premierminister Fico nach Anschlag in kritischem Zustand

Geschrieben von Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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16/05/2024
Foto: Shutterstock.com
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Slowakischer Premier kämpft um sein Leben.

In der Slowakei kam es zu einem erschütternden Vorfall, als der Ministerpräsident Robert Fico unmittelbar nach einer Kabinettssitzung in der Provinzstadt Handlová Opfer eines Attentats wurde. 

Der Täter, ein 71-jähriger Schriftsteller, eröffnete auf einem öffentlichen Platz das Feuer auf Fico und verletzte ihn schwer. 

Der Angriff, der laut Aussagen des Innenministers Matúš Šutaj Eštok ein politisches Motiv hatte, zog eine dreistündige Notoperation nach sich, die der Premierminister zwar überlebte, die ihn jedoch in einem sehr ernsten Zustand zurückließ.

Quellen wie die Frankfurter Rundschau berichten, dass der Zustand des Ministerpräsidenten stabil, aber ernst ist. 

Die dramatischen Szenen spielten sich in einer Stadt ab, die rund 150 Kilometer nordöstlich von Pressburg liegt und normalerweise fernab des politischen Rampenlichts steht. 

Das Attentat löste weltweit Bestürzung aus und führte zu einer Welle der Solidarität unter Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden, die beide das Attentat verurteilten und Fico eine schnelle Genesung wünschten.

Die Hintergründe des Anschlags sind besorgniserregend. Der Täter, der früher für einen privaten Sicherheitsdienst gearbeitet hatte, soll aus Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik gehandelt haben. 

Dies verdeutlicht die tiefe politische Spaltung innerhalb der Slowakei, die durch Ficos Politik noch verstärkt wird. 

Ficos Regierung hat bereits mit Demonstrationen zu kämpfen, die sich gegen seine Eingriffe in die Justiz und die öffentlich-rechtlichen Medien richten.

Der Angriff auf Fico wirft Fragen über die Sicherheit von Politikern und die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft auf. 

Es unterstreicht die Notwendigkeit, die Sicherheitsvorkehrungen für öffentliche Amtsträger zu überdenken und die politische Rhetorik zu mäßigen, um weitere Gewalttaten zu verhindern. 

Der slowakische Schriftstellerverband hat bereits Konsequenzen gezogen und angekündigt, den Täter aus seinen Reihen auszuschließen, was die Verwerflichkeit der Tat unterstreicht.