Die NATO-Einigkeit war eines der größten Hindernisse für Russlands Ambitionen in Europa.
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Ein starkes und koordiniertes Bündnis schränkt Moskaus Möglichkeiten ein, Druck auszuüben, weshalb jegliche Anzeichen von Spaltung innerhalb des Blocks für den Kreml von strategischem Wert sind.
Moskau reagiert
Ein hochrangiger russischer Beamter begrüßte öffentlich Anzeichen von Spaltung innerhalb der NATO nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump.
Kirill Dmitrijew, Chef des russischen Staatsfonds und ein wichtiger Unterhändler mit Washington, postete eine kurze Nachricht auf X: „Auf Wiedersehen, NATO“.
Laut Hotnews, verlinkte der Beitrag zu einem Bericht der Daily Mail, der andeutete, dass Trump sich darauf vorbereite, das Bündnis scharf zu kritisieren und einen Rückzug der Vereinigten Staaten in Erwägung zu ziehen.
Die Nachricht spiegelt wider, wie Russland interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der NATO als strategisch bedeutsam ansieht.
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Trumps Haltung
Obwohl Trump in einer späteren Rede keinen expliziten Rückzug ankündigte, hat er das Bündnis und seine europäischen Mitglieder wiederholt kritisiert.
In einem Interview mit dem Daily Telegraph bezeichnete er die NATO als „Papiertiger“ und deutete an, dass die USA sich nach Meinungsverschiedenheiten über militärische Aktionen gegen den Iran aus dem Bündnis zurückziehen könnten.
„Ja, ich würde sagen, (es ist) jenseits jeder Überlegung“, sagte Trump auf die Frage, ob er die US-Mitgliedschaft überdenken könnte.
Er fügte hinzu: „Ich war nie beeindruckt von der NATO. Ich wusste immer, dass ich ein Papiertiger war, und Wladimir Putin weiß das übrigens auch.“
Bedenken innerhalb des Bündnisses
Laut Reuters würde jeder Schritt der Vereinigten Staaten, die NATO zu verlassen, wahrscheinlich die Zustimmung des Kongresses erfordern.
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Doch selbst die Andeutung eines reduzierten Engagements könnte die Abschreckung des Bündnisses schwächen.
Analysten warnen, dass die Unsicherheit über die US-Unterstützung das Vertrauen der europäischen Verbündeten zu untergraben droht, insbesondere im Zusammenhang mit den anhaltenden Spannungen mit Russland.
Quellen: Reuters, Daily Telegraph, Daily Mail