Blockade in den Anden: Tausende Touristen in Machu Picchu gefangen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
Foto: Wikimedia Commons
Anwohnerproteste blockieren Touristen.

In Peru sorgen Proteste gegen die Privatisierung des Ticketverkaufs für erhebliche Störungen im Tourismussektor, insbesondere in der berühmten Ruinenstadt Machu Picchu. 

Anwohner blockieren den Zugang zur archäologischen Stätte, indem sie unter anderem die Bahnstrecke sperren, die zu den in 2.500 Metern Höhe gelegenen Ruinen führt. 

Diese Situation, die dazu führte, dass zwischenzeitlich mehr als 1.000 Touristen in Machu Picchu gestrandet waren, wurde von der Tagesschau berichtet.

Die Proteste richten sich gegen ein neues Online-Verkaufssystem, das vom peruanischen Kulturministerium eingeführt wurde. 

Das Ziel dieses Systems ist es, den Touristenstrom zu kontrollieren und die Anlage besser zu erhalten. 

Gegner des Vorhabens, darunter der ehemalige Bürgermeister des Gebiets um Machu Picchu, Darwin Baca, argumentieren, dass das private Unternehmen Joinnus dadurch jährlich 3,2 Millionen US-Dollar erhalten würde. 

Sie sehen darin eine systematische Privatisierung des Machu Picchu.

Das Kulturministerium kündigte an, den Vertrag mit dem privaten Unternehmen auslaufen zu lassen und rief die Bewohner dazu auf, ihre Blockade zu beenden. 

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für Peru, der sich noch nicht von dem Corona-Einbruch im Jahr 2020 erholt hat.

Die Blockade und die damit verbundenen Proteste haben zu erheblichen Einnahmeverlusten geführt und die Erholung des Tourismussektors weiter verzögert.