Bundeskanzler bleibt standhaft: Falsche Darstellung von Angreifern als Opfer in Konflikten ist inakzeptabel

Geschrieben von Peter Zeifert

2 Wochen vor

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09/05/2024
Foto: Wiki Commons
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Falsche Darstellung von Angreifern als Opfer in Konflikten ist inakzeptabel.

Während einer Gedenkveranstaltung in Wien, die das Ende des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs markierte, machte der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer eine deutliche Aussage gegen das Verdrehen der Rollen von Angreifer und Opfer, insbesondere im Kontext der aktuellen militärischen Handlungen Russlands in der Ukraine.

Nehammers Bemerkungen unterstreichen sein tiefes Engagement für historische Genauigkeit und moralische Klarheit in der Diskussion über moderne Konflikte.

Rückbesinnung auf Europas schmerzhafte Vergangenheit

Bundeskanzler Nehammer betonte das tiefe Leid, das durch Russlands aggressiven Krieg gegen die Ukraine verursacht wurde, welcher das Gespenst des Krieges in Europa wiedererweckt habe – einem Kontinent, der nach dem Zweiten Weltkrieg den Konflikt als Lösungsmittel abgeschworen hatte.

"Obwohl es nach dem Zweiten Weltkrieg gelang, uns gegenseitig dieses Versprechen abzuringen, nie wieder zu kämpfen, was das jahrhundertelange Töten von Millionen in Europa effektiv beendete", reflektierte Nehammer während der Veranstaltung.

Nehammer betonte die Wichtigkeit der Wachsamkeit gegen Versuche, die Rollen von Täter und Opfer in Diskussionen über den Krieg umzukehren.

Diese Wachsamkeit, so deutete er an, sei entscheidend für die Aufrechterhaltung der Prinzipien einer wehrhaften Demokratie, in der solche Verdrehungen nicht nur irreführend, sondern potenziell schädlich seien.

Er erweiterte seinen Fokus und sprach auch den anhaltenden Konflikt zwischen Hamas und Israel an, wobei er betonte, dass das Leiden im Gazastreifen mit der Kapitulation der Hamas enden könnte – eine Haltung, die seiner Meinung nach vom Westen entschieden unterstützt werden sollte.

Innenpolitische Kontroversen

Nehammers Kommentare fallen in eine Zeit, in der die politischen Spannungen in Österreich spürbar sind, insbesondere bezüglich der Positionen der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), die wegen ihrer pro-russischen Haltung und ihrer anti-ukrainischen Rhetorik kritisiert wurde.

Die ukrainische Botschaft in Österreich hat die Kampagnenstrategien der FPÖ verurteilt, die sie als Verzerrung der Natur der russischen Handlungen in der Ukraine und als Beleidigung des ukrainischen Volkes betrachtet.