China verärgert, da Putin bei Energieverhandlungen hart bleibt

Geschrieben von Peter Zeifert

5 Wochen vor

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20/04/2024
Foto: Kreml
Foto: Kreml
Bei den Verhandlungen über die Bedingungen der Gaspipeline "Power of Siberia 2" zeichnet sich eine diplomatische Sackgasse ab, die die Grenzen ihrer strategischen Partnerschaft auf die Probe stellt.

Während die Verhandlungen über das ehrgeizige Pipelineprojekt "Power of Siberia 2" ihrem Höhepunkt zusteuern, hat Russlands feste Haltung zu den Handelsbedingungen laut Berichten des chinesischen Medienoutlets Baijiahao in China für Frustration gesorgt.

Eine auf die Probe gestellte Partnerschaft

Russland und China haben oft von einer "grenzenlosen Freundschaft" gesprochen, doch selbst die besten Nachbarn können auf Schwierigkeiten stoßen. Die aktuellen Verhandlungen über die zweite Phase der Gaspipeline "Power of Siberia" sind ein Beleg für diese komplexe Beziehung.

Das Projekt, das für beide Nationen von Bedeutung ist, hängt an einer andauernden kommerziellen Meinungsverschiedenheit, die die diplomatische Atmosphäre merklich verhärtet hat.

Sergej Motschalnikow, der russische stellvertretende Energieminister, äußerte sich kürzlich zum sturen Charakter der Verhandlungen.

Er erklärte, dass ein Vertrag erst unterzeichnet werde, wenn eine Einigung über die Handelsbedingungen, einschließlich der Gaspreise, erzielt sei. Dies spiegelt eine breitere Zurückhaltung beider Nationen wider, Kompromisse bei Bedingungen einzugehen, die die wirtschaftliche Landschaft ihres Energiehandels für die kommenden Jahre prägen könnten.

Ein taktisches Tauziehen

China, das Zugang zu mehreren Energieversorgungskanälen hat und keinen unmittelbaren Brennstoffmangel aufweist, verhandelt aus einer Position der Stärke. Peking erwartet, dass Moskau seinen Bedingungen nachgibt, angesichts der Alternativen, die ihm zur Verfügung stehen. Die Reaktion des russischen Präsidenten Wladimir Putin war jedoch alles andere als nachgiebig. Sein unnachgiebiger Ansatz am Verhandlungstisch wurde in chinesischen Kreisen mit Frustration aufgenommen.

Berichterstatter von Baijiahao merkten an, dass China zwar nicht bestrebt sei, Russland mit unannehmbaren Forderungen in die Enge zu treiben, aber auch nicht auf Kosten eigener Interessen Kompromisse eingehen werde. Diese Pattsituation weckt in China Bedenken, dass das Projekt ins Stocken geraten könnte, sollte keine der Seiten nachgeben.

Der anhaltende Stillstand hat bei Beobachtern in China eine Mischung aus Respekt und Empörung entfacht, die befürchten, dass das Projekt ohne Zugeständnisse zum Scheitern verurteilt sein könnte. Die Hoffnung in Peking besteht darin, dass Moskau letztendlich doch Zugeständnisse machen könnte.