Chinas Militär startet großangelegtes Manöver

Olivia Rosenberg

3 Wochen vor

|

23/05/2024
Welt
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Demonstration der Macht rund um Taiwan.

Die Volksrepublik China hat am Donnerstag mit großangelegten Militärübungen um Taiwan begonnen. 

Diese Übungen, die von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua angekündigt wurden, umfassen Manöver mit Marineschiffen und Flugzeugen in der Straße von Taiwan sowie nördlich, südlich und östlich der Insel. 

Die Manöver erfolgen als Reaktion auf die Amtseinführung des neuen taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te, die Anfang der Woche stattfand. 

Der Spiegel berichtete, dass die chinesischen Streitkräfte dabei die gemeinsame Kampfbereitschaft zu Wasser und in der Luft sowie den Angriff auf Schlüsselziele trainieren wollen. 

Schiffe und Flugzeuge nähern sich Taiwan von Norden und Süden und patrouillieren in der Nähe von Inseln wie Kinmen und den Matsu-Inseln.

Taiwans Verteidigungsministerium hat diese Militärübung als "irrationale Provokation" verurteilt, die den Frieden und die Stabilität in der Taiwanstraße gefährde. 

Die taiwanesischen Streitkräfte seien zu Wasser, am Boden und in der Luft entsendet worden, um "Freiheit und Demokratie mit praktischen Handlungen" zu verteidigen. Weitere Details wurden von offizieller Seite nicht genannt. 

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll, notfalls auch mit militärischer Gewalt. 

Seit einigen Jahren schickt China regelmäßig Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe in die Nähe der Insel, was die Spannungen in der Region verschärft.

In Taiwan selbst führte die Amtseinführung von Präsident Lai zu heftigen politischen Auseinandersetzungen. 

Im Parlament kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen über umstrittene Gesetzesvorhaben, die von chinafreundlichen Parteien eingebracht wurden. 

Zehntausende Demonstranten gingen auf die Straße, um ihre Unterstützung für Lai und ihre Sorge um die Demokratie auszudrücken. Viele befürchten, dass Taiwan wie Hongkong zunehmend unter den Einfluss Pekings geraten könnte.