Das Video wurde inzwischen gelöscht, doch das Internet vergisst nie …
Social-Media-Kampagnen sind darauf ausgelegt, in einem endlosen Strom von Inhalten schnell Aufmerksamkeit zu erregen.
Regierungsbehörden versuchen oft, virale Internet-Trends zu nutzen, um ein jüngeres Publikum zu erreichen, und die Trump-Regierung setzt routinemäßig soziale Medien ein.
Doch die schnelllebige digitale Kultur birgt echte Risiken, wenn offizielle Kanäle Beiträge veröffentlichen, ohne die Details zu prüfen.
Das US-Bildungsministerium hat diese Lektion kürzlich gelernt, nachdem es ein kurzes Video auf X hochgeladen hatte.
Ein viraler Fehltritt
Untermalt von einem wuchtigen Hip-Hop-Track zeigte der auf X geteilte Clip eine Zeile, die Winston Churchill im Film „Darkest Hour“ spricht.
Im Film sagt Schauspieler Gary Oldman: „Man kann nicht mit einem Tiger verhandeln, wenn der Kopf in seinem Maul steckt“, bevor das Video zu Ausschnitten von Präsident Donald Trump wechselt.
Die Behörde betitelte das Video mit „Niemand macht es wie wir“. Doch Online-Zuschauer bemerkten schnell ein eklatantes historisches Problem.
Der Tiger, auf den Churchill sich bezog, war der NS-Führer Adolf Hitler. Indem das Ministerium das Zitat mit Trump verknüpfte, verglich es den Präsidenten versehentlich mit Hitler.
Der Beitrag wurde inzwischen vom X-Konto des US-Bildungsministeriums entfernt, was bedeutet, dass die Redaktion die Informationen nicht bestätigen kann; doch wie wir alle wissen, vergisst das Internet nie.
Online-Reaktionen
Social-Media-Nutzer prangerten den Fauxpas umgehend an. Der Journalist Benjamin S. Weiss fragte auf X, ob sich der erwähnte Tiger auf Nazi-Deutschland beziehe, und erhielt Zehntausende von Likes.
Andere verspotteten das Bildungsministerium dafür, grundlegende Geschichtskenntnisse vermissen zu lassen. Ein Nutzer bemerkte die Ironie, dass eine Bildungsbehörde derart ungebildet sei.
Ein weiterer Nutzer postete den viralen Tiger-Woods-Edit des Clips.
Ein Sprecher des Bildungsministeriums teilte dem Daily Beast mit, dass Beamte den Beitrag auf allen Plattformen gelöscht hätten. „Das Video, das auf einem trendigen Sound auf TikTok basierte, wurde von einem Mitarbeiter des Bildungsministeriums erstellt und gepostet, der den Kontext des Videos nicht verstand“, so der Sprecher.
